Wie werde ich bei ChatGPT empfohlen? Vom Zufallstreffer zum planbaren Kanal
Nach welchen Kriterien ChatGPT Firmen empfiehlt, wie Sie prüfen, ob eine Empfehlung Zufall war, welche Hebel die Wahrscheinlichkeit erhöhen und woran Sie einen Anbieter erkennen. Mit Daten aus 1'515 KI-Antworten.
Ob ChatGPT Ihre Firma empfiehlt, entscheidet sich an drei Stellen: auf den Seiten, die der Assistent während der Antwort liest, auf Ihrer eigenen Website und im Gedächtnis des Modells. In unserer KI-Sichtbarkeits-Studie mit 1'515 KI-Antworten und 14'135 zurückverfolgten Nennungen zu Zürcher Firmen kamen 40 Prozent der Nennungen aus dem Gedächtnis, 39 Prozent von der eigenen Website und 18 Prozent von Drittseiten. Planbar wird der Kanal nicht über eine einzelne Massnahme, sondern über einen Regelkreis: ein festes Prompt-Set messen, die Lücken schliessen, erneut messen. Steuerbar ist dabei die Wahrscheinlichkeit einer Nennung, nicht die einzelne Antwort.
Der Anlass für diesen Artikel war eine reale Anfrage: Ein Unternehmen hatte seinen besten Neukunden des Monats über eine ChatGPT-Empfehlung gewonnen. Das war Zufall. Die Frage lautet, wie daraus ein planbarer Kanal wird. Seit der ersten Fassung haben wir die Antwort an 5'110 Zürcher Firmen nachgemessen und an uns selbst geprüft. Beides steht unten.
Wie werde ich bei ChatGPT empfohlen?
Die kurze Antwort, bevor es ins Detail geht. ChatGPT mit Websuche geht bei einer Anbieterfrage («Welche Treuhänder in Zürich kannst du empfehlen?») in drei Schritten vor: Es sucht nach Listen, Verzeichnissen und Vergleichen, öffnet dann die Websites der Firmen, die es dort findet, und formuliert aus dem Gelesenen eine Shortlist mit Begründung. Ohne Websuche antwortet es aus dem Gedächtnis, also aus dem, was zum Trainingszeitpunkt über Sie im Netz stand.
Daraus folgen die drei Dinge, die Sie beeinflussen können:
- Auf den Seiten stehen, die der Assistent liest. Das ist der stärkste einzelne Hebel: Steht eine Firma auf einer Seite, die der Assistent nachweislich geöffnet hat, wird sie 8,2-mal so wahrscheinlich genannt wie eine, die nicht darauf steht. Ob sie die stärkere Firma auf dieser Seite ist, macht nur noch den Faktor 1,3 aus.
- Eine Website, aus der sich eine Empfehlung abschreiben lässt. Der Assistent übernimmt Ihre Formulierungen, oft wörtlich. Steht in den ersten Absätzen, was Sie für wen zu welchem Preis tun, hat er etwas zu zitieren. Seiten mit FAQ-Abschnitt werden 1,6-mal so oft zitiert wie Seiten ohne.
- Über den Schwellen liegen. Bewertungen und verweisende Domains erhöhen die Chance auf eine Nennung zuerst steil, dann kaum noch: Über alle zwölf Branchen steigt der Anteil genannter Firmen von 67 Prozent bei 1 bis 9 Bewertungen auf 91 Prozent bei 30 bis 99, danach passiert wenig. Bei Links liegt die Schwelle bei rund 99 verweisenden Domains.
Alles Weitere in diesem Artikel ist die Herleitung dieser drei Punkte, der Test, ob Ihre bisherige Empfehlung Zufall war, und der Regelkreis, mit dem daraus ein Kanal wird.
Zitat, Erwähnung, Empfehlung: Was ist der Unterschied?
Diese drei Begriffe werden regelmässig vermischt, obwohl sie unterschiedliche Dinge bedeuten und unterschiedliche Massnahmen verlangen:
| Ereignis | Was passiert | Was es für Sie bringt |
|---|---|---|
| Citation (Zitat) | Ihre Website wird als Quelle verlinkt | Die KI nutzt Ihren Inhalt, empfiehlt aber womöglich einen anderen Anbieter |
| Mention (Erwähnung) | Ihr Markenname taucht in der Antwort auf | Sichtbarkeit, aber nicht zwingend eine Kaufempfehlung |
| Recommendation (Empfehlung) | Sie stehen auf der Shortlist, die der Assistent nennt | Der Kanal, aus dem Ihr Neukunde kam |
Der Fall, um den es hier geht, ist die dritte Zeile: Jemand hat einen Assistenten nach Anbietern gefragt, Ihr Name stand in der Antwort, daraus wurde ein Kunde. Wer diesen Effekt wiederholen will, muss verstehen, dass eine Empfehlung ein anderes Ziel ist als ein Zitat, und dass Sie empfohlen werden können, ohne je zitiert zu werden: Zwei von fünf Nennungen in unserer Studie hatten gar keine Quelle.
War die eine Empfehlung Zufall?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ja, zumindest teilweise. KI-Antworten sind nicht deterministisch: Profound hat über 240 Millionen ChatGPT-Zitate ausgewertet und findet, dass 40 bis 60 Prozent der zitierten Domains bei identischen Anfragen von Monat zu Monat wechseln. SE Ranking liess 10'000 Anfragen dreimal durch Googles AI Mode laufen: Nur 9,2 Prozent der zitierten URLs waren in allen drei Durchläufen identisch. In unserer eigenen Studie haben wir deshalb jede Frage wiederholt gestellt und nur gezählt, was über die Wiederholungen Bestand hatte.
Bevor Sie eine Strategie darauf aufbauen, führen Sie deshalb einen einfachen Test durch. Aufwand: eine halbe Stunde. Wer ihn sich sparen will: Unser KI-Sichtbarkeits-Check macht genau diesen Test kostenlos über ChatGPT, Google AI Overviews, Perplexity und Gemini.
- Rekonstruieren Sie den Prompt. Fragen Sie den Neukunden, wie er gesucht hat, oder leiten Sie die Formulierung aus der Search Console ab. Ihr Bericht zu generativen KI-Funktionen zeigt inzwischen auch lange, gesprochene Anfragen. Nutzen Sie den Wortlaut, nicht eine bereinigte Fassung davon.
- Zehnmal abfragen, jedes Mal in einem neuen Chat. Ohne Verlauf, ohne Personalisierung, ohne Ihren Markennamen im Prompt.
- Über mehrere Systeme testen. ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Mode zitieren unterschiedliche Quellen. Laut AirOps erschienen 68 Prozent der Marken in nur einer einzigen KI-Plattform. Wir sehen dasselbe an uns: Bei denselben 14 Fragen nannte uns ChatGPT mit Websuche elfmal, Gemini sechsmal, Claude zweimal.
- Auszählen. Acht von zehn Nennungen bedeuten: Sie haben eine belastbare Position, die es auszubauen gilt. Ein bis zwei Nennungen bedeuten: Es war Rauschen, und der Aufbau beginnt bei null.
Beide Ergebnisse sind brauchbar. Der Unterschied liegt nur im Zeithorizont: Eine bestehende Position lässt sich in Wochen ausbauen, eine neue braucht Monate.
Nach welchen Kriterien entscheidet ChatGPT, welche Unternehmen es empfiehlt?
Die verbreitete Antwort lautet: an Drittquellen. Die Analyse von AirOps über 21'311 Markenerwähnungen in 500 kommerziellen Anfragen aus sechs Branchen (getestet auf GPT-5, Claude Sonnet 4.5 und Perplexity Sonar; Stand der Erhebung: Oktober 2025) findet 85 Prozent der Erwähnungen in Drittquellen und nur 13,2 Prozent auf der eigenen Domain, und fast 90 Prozent dieser Drittquellen sind Listicles, Vergleiche und Reviews.
Für lokale Dienstleister in der Schweiz stimmt das nur zur Hälfte. Wir haben für die KI-Sichtbarkeits-Studie jede der 14'135 Nennungen zu 5'110 Zürcher Firmen aus zwölf Branchen zurückverfolgt: Woher hatte der Assistent den Namen?
| Quelle der Nennung | Anteil über alle zwölf Branchen | Spanne zwischen den Branchen |
|---|---|---|
| Gedächtnis des Modells (keine Seite geöffnet) | 40 % | 11 % (Physiotherapie) bis 57 % (Vermögensverwaltung) |
| Eigene Website der Firma | 39 % | bis 69 % (Physiotherapie) |
| Drittseite (Verzeichnis, Liste, Medium) | 18 % | 9 % (Physiotherapie) bis 32 % (Umzugsfirmen) |
Drei Befunde daraus, in der Reihenfolge ihrer Wirkung:
Auf der Seite stehen schlägt die bessere Firma sein. Unter Firmen auf einer Seite, die der Assistent nachweislich las, wurde die stärkere Hälfte in 42 Prozent der Fälle gewählt, die schwächere in 32 Prozent, Faktor 1,3. Überhaupt auf dieser Seite zu stehen ist 8,2-mal so viel wert. Und wo Sie auf der Seite stehen, zählt mit: Firmen im oberen Drittel einer Listenseite werden in 31 Prozent der Fälle genannt, Firmen im unteren Drittel in 21 Prozent. Dieser Befund deckt sich mit AirOps, nur dass die Listen bei Zürcher Dienstleistern eher local.ch, Verbandsverzeichnisse und Buchungsplattformen heissen als Fachmedien.
Die eigene Website trägt mehr, als die Drittquellen-Regel vermuten lässt. Bei Firmen mit einer nachvollziehbaren Quelle stammen zwei Drittel der Nennungen von der eigenen Website. Der Assistent öffnet sie während der Antwort und schreibt seine Begründung daraus ab: Spezialisierung, Lage, Formate, Preise. Zitierte Seiten sehen dabei anders aus als ignorierte: Eigene Seiten mit FAQ-Abschnitt werden etwa 1,6-mal so oft zitiert, Seiten, die Zürich explizit nennen, etwa 1,35-mal. Wie das konkret aussieht, zeigen die Branchenauswertungen für Zahnarztpraxen, Physiotherapie, Treuhandbüros und Architekturbüros.
Bewertungen und Links wirken bis zu einer Schwelle. Beide erhöhen die Chance, genannt zu werden, zunächst steil und flachen dann ab: von 67 Prozent genannter Firmen bei 1 bis 9 Bewertungen auf 83 Prozent bei 10 bis 29 und 91 Prozent bei 30 bis 99. Jenseits von rund 30 Bewertungen und rund 99 verweisenden Domains ändert mehr vom Gleichen fast nichts. Die Sternenote selbst trennt genannte von nicht genannten Firmen kaum.
Ebenso aufschlussreich ist, was sich nicht zeigt. Eine Untersuchung von OppAlerts über 145 Branchen und mehr als 105'000 ChatGPT-Prompts, ausgewertet von The Digital Bloom, findet für Backlinks nur eine schwache Korrelation mit KI-Empfehlungen (Spearman rho +0,204, R² 4,2 Prozent). Alle 13 untersuchten Signale zusammen erklären deutlich weniger als 20 Prozent der Varianz. Übersetzt: Klassische SEO-Metriken kaufen Ihnen keine Empfehlung, und wer Ihnen eine Platzierung garantiert, verkauft Ihnen etwas, das die Datenlage nicht hergibt. Rund drei Viertel der Firmen, die die Assistenten in unserer Studie empfahlen, stehen nicht in Googles Top 10, selbst bei genau den Suchanfragen, die die Assistenten selbst ausführten.
Was sich beeinflussen lässt, sind sechs Hebel, geordnet nach Wirkung auf die Empfehlungswahrscheinlichkeit:
| Hebel | Warum er wirkt | Wo Sie ansetzen |
|---|---|---|
| Auf den Seiten stehen, die der Assistent liest | 8,2-mal so wahrscheinlich genannt; oberes Drittel der Liste 1,5-mal so oft wie unteres | Die zitierten Domains Ihrer Branche auslesen: Verzeichnisse, Verbände, Buchungsplattformen, «Beste Anbieter»-Artikel. Eintragen, nach oben rücken lassen |
| Eine Website, die eine Empfehlung liefert | 39 % aller Nennungen; Seiten mit FAQ 1,6-mal so oft zitiert | Startseite mit Leistungen, Zielgruppe, Standort und Preis in den ersten Absätzen; eine Seite pro Leistung und Standort; FAQ mit echten Kundenfragen |
| Bewertungen bis zur Schwelle | 67 % genannt bei 1 bis 9 Bewertungen, 91 % bei 30 bis 99 | Kontinuierlicher Bewertungsfluss bis rund 30, Antworten auf Kritik; danach lieber in die Website investieren |
| Konsistente Entitätsdaten | Das Modell muss Sie eindeutig identifizieren können, auch aus dem Gedächtnis | Firmenname, Adresse, Gründer, Leistungen überall identisch; Organization-Schema, sameAs |
| Zitierfähige eigene Inhalte | Belegt Ihre Kompetenz gegenüber dem Modell und füllt das Gedächtnis für die Nennungen ohne Quelle | Klare Antwortsätze, Zahlen, Quellen, Autorenschaft |
| Technischer Zugang | Ohne Crawl-Zugang existieren Sie für das Modell nur aus dem Gedächtnis | robots.txt für GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot, Google-Extended; keine Bot-Blockade durch die Firewall |
Die letzten beiden Hebel sind Hygiene: Sie gewinnen damit nichts, aber ihr Fehlen kostet Sie alles. Gerade die Firewall-Falle ist verbreitet, weil Bot-Schutz auf CDN-Ebene KI-Crawler oft standardmässig blockiert, ohne dass es jemand bemerkt. Wie die inhaltliche Seite funktioniert, haben wir in Von SEO zu GEO beschrieben.
Wie wird daraus ein planbarer Kanal?
Über einen Regelkreis in vier Schritten, der quartalsweise durchlaufen wird. Der Kanal entsteht nicht durch eine Massnahme, sondern durch die Wiederholung.
- Prompt-Set bauen (Woche 1). 50 bis 150 realistische Fragen entlang echter Entscheidungssituationen, gegliedert nach Funnel-Stufe: unbranded («Wer hilft KMU in Zürich bei X?»), Kategorie («Beste Anbieter für X vergleichen»), branded («Ist [Ihre Marke] seriös?»). Das Set bleibt über Quartale stabil, sonst entstehen keine vergleichbaren Trends.
- Baseline messen (Woche 2). Jeden Prompt wiederholt über alle relevanten Systeme abfragen und pro Antwort erfassen: genannt ja/nein, an welcher Position, in welchem Tonfall, und welche Quellen die KI herangezogen hat. Der letzte Punkt ist der wertvollste: Die zitierten Domains sind Ihre Massnahmenliste.
- Lücken schliessen (Woche 3 bis 10). Dort ansetzen, wo die KI ihre Antworten herholt: in die zitierten Verzeichnisse und Vergleichsartikel gelangen und dort nach oben rücken, Bewertungsprofile bis zur Schwelle aufbauen, Entitätsdaten vereinheitlichen, Startseite und Leistungsseiten so schreiben, dass sich die Empfehlung daraus abschreiben lässt.
- Erneut messen und berichten (Woche 11 bis 12). Dasselbe Set, dieselbe Methode. Berichtet wird die Veränderung der Nennungsrate und des Share of Voice gegenüber der Baseline. Wie ein solches Reporting im Detail aufgebaut ist, steht in KI-Sichtbarkeit messen.
Die realistische Erwartung: Innerhalb eines Quartals sind Bewegungen in der Nennungsrate messbar, ein stabiler Kanal entsteht über zwei bis drei Quartale. Das ist kein Nachteil gegenüber anderen Kanälen; es ist derselbe Zeithorizont wie bei SEO, mit dem Unterschied, dass die Konkurrenz hier noch dünn ist. Laut McKinsey messen erst 16 Prozent der Unternehmen ihre KI-Such-Performance systematisch (Stand September 2026).
Wie dieser Regelkreis in der Praxis aussieht, zeigt unsere Case Study zu einem Solaranbieter: ein Mess-Set aus 100 realen Kundenfragen, wöchentliche Steuerung aus SERP-, Search-Console-, Ranking- und KI-Mention-Daten. Nach sechs Monaten wurde die Marke in 63 statt in 19 von 100 KI-Antworten genannt, während die 30 Fokus-Keywords von Rang 10 bis 12 auf Rang 2 bis 4 kletterten.
Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt die Qualität des Traffics: Besucher aus KI-Suche konvertieren laut Semrush mit der 4,4-fachen Rate klassischer organischer Besucher. Und der Markt ist da: In der Schweiz nutzen laut IGEM-Digimonitor 2025 bereits 60 Prozent der Bevölkerung KI-Tools, bei den 15- bis 34-Jährigen 79 Prozent.
Woran erkennen Sie einen geeigneten Anbieter?
Wir nennen in diesem Artikel bewusst keine Anbieterliste; wer Namen und Preise für Zürich sucht, findet sie im Vergleich der SEO-, GEO- und AEO-Agenturen in Zürich. Der Markt ist jung, die Bezeichnungen GEO, LLMO, AI SEO und AI Visibility werden uneinheitlich verwendet, und eine Liste wäre in sechs Monaten veraltet. Nützlicher sind Kriterien, die Sie im Erstgespräch selbst prüfen können:
- Eigenes Mess-Setup statt Tool-Weiterverkauf. Fragen Sie, wie das Prompt-Set entsteht und wie mit der Volatilität von KI-Antworten umgegangen wird. Wer nur ein SaaS-Dashboard weiterverkauft, liefert Ihnen Daten, aber keine Massnahmen.
- Arbeit an Website und Drittquellen, nicht nur an einem davon. Ein Angebot, das ausschliesslich aus Onpage-Optimierung besteht, lässt den 8,2-fachen Hebel der Listenseiten liegen. Eines, das nur Einträge und Erwähnungen verspricht, ignoriert die 39 Prozent der Nennungen, die von der eigenen Website kommen. Fragen Sie konkret nach beidem.
- Wahrscheinlichkeits- statt Platzierungsversprechen. «Wir bringen Sie auf Platz 1 in ChatGPT» ist bei nicht-deterministischen Systemen kein seriöses Versprechen. Belastbar formuliert wird über Nennungsraten und Share of Voice.
- Messung über mehrere Systeme. Wer nur ChatGPT betrachtet, übersieht den grösseren Teil des Marktes: 68 Prozent der Marken erscheinen nur in einer einzigen Plattform.
- Verbindung zu Traffic- und Lead-Daten. Sichtbarkeit ohne Anbindung an GA4 und CRM bleibt eine Vanity-Metrik. Ein gutes Reporting zeigt, ob aus Nennungen Anfragen werden.
- Nachweisbare eigene KI-Sichtbarkeit. Stellen Sie einem Assistenten die Anbieterfrage der Kategorie des Anbieters. Wer die Empfehlungswahrscheinlichkeit anderer erhöhen will, sollte in der eigenen Kategorie auffindbar sein, und sollte Ihnen die Messung dazu zeigen können.
Zum sechsten Punkt legen wir unsere eigene Messung offen. Diese Website ist seit Juni 2026 online. Am 8. September 2026 haben wir 14 Fragen nach KI-Workshops und Schulungen in Zürich je einmal an ChatGPT, Gemini und Claude gestellt, alle drei mit Websuche und einem Nutzerstandort in Zürich. ChatGPT nannte Hierarchy in 11 von 14 Antworten, Gemini in 6, Claude in 2. Alle drei beschrieben uns mit den Formulierungen unserer Workshop-Seite: rollenspezifische Programme, Arbeit an den eigenen Aufgaben, Prompt-Bibliothek, Review nach 30 Tagen. Dazu passt, was Google Analytics zeigt: Von Juni bis September 2026 kamen 28 von 32 Sitzungen aus KI-Assistenten über chatgpt.com. Genau diesen Nachweis, mit Datum, Fragen und Systemen, sollten Sie von jedem Anbieter verlangen.
Dieselbe Logik in breiterer Form, für die Auswahl einer Agentur über KI-Sichtbarkeit hinaus, haben wir in SEO Agentur Schweiz: 7 Kriterien beschrieben. Was wir selbst anbieten, steht unter SEO & KI-Sichtbarkeit.
Was Sie in den nächsten 30 Tagen selbst tun können
Auch ohne externe Unterstützung lässt sich die Ausgangslage deutlich verbessern:
- Den Zufallstest durchführen (siehe oben) oder den KI-Sichtbarkeits-Check anfordern und das Ergebnis schriftlich festhalten. Das ist Ihre Baseline.
- Crawl-Zugang prüfen: Erlaubt Ihre robots.txt GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended? Blockiert Ihr CDN oder Ihre Firewall KI-Bots?
- Die Quellen der KI auslesen: Notieren Sie bei jedem Testlauf, welche Websites zitiert werden. Diese Liste ist Ihr wichtigstes Arbeitsdokument. Prüfen Sie für jede Quelle, ob Sie eingetragen sind und wo in der Liste Sie stehen.
- Die Startseite umschreiben: In den ersten 100 Wörtern steht, was Sie für wen tun, wo, und ab welchem Preis. Dazu ein FAQ-Abschnitt mit den fünf Fragen, die Kunden am Telefon stellen.
- Entitätsdaten vereinheitlichen: Firmenname, Adresse, Leistungen und Gründer auf Website, LinkedIn, Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen identisch schreiben; Organization-Schema mit
sameAsergänzen. - Bewertungsprofil Richtung 30 Bewertungen bringen auf den Plattformen, die in Ihrer Kategorie zitiert werden. Darüber flacht die Wirkung ab; wer schon dort ist, investiert die Zeit besser in die Website.
Diese sechs Punkte kosten wenig und beseitigen die häufigsten Ausschlussgründe. Alles Weitere, Prompt-Set, laufende Messung, systematischer Aufbau in Website und Drittquellen, ist Projektarbeit.
Fazit
Die Antwort auf die Ausgangsfrage lautet: Ja, aus einer zufälligen KI-Empfehlung lässt sich ein planbarer Kanal machen, aber als Wahrscheinlichkeit, nicht als Platzierung. Der Weg dorthin führt über ein stabiles Prompt-Set, wiederholte Messung über mehrere Systeme und Arbeit an den drei Quellen, aus denen die Modelle ihre Empfehlungen bauen: den Seiten, die sie lesen, Ihrer eigenen Website und ihrem Gedächtnis. Welche davon in Ihrer Branche zuerst zählt, lässt sich messen; die Spanne reicht von 69 Prozent eigene Website bei Physiotherapie bis 57 Prozent Gedächtnis bei Vermögensverwaltern.
Hierarchy betreibt dafür ein eigenes, inhouse entwickeltes KI-Sichtbarkeits-Tracking, das Marken laufend über ChatGPT, Google AI Overviews, AI Mode, Perplexity und Gemini misst, mit individuell aufgebauten Prompt-Sets, wiederholten Stichproben gegen das Antwort-Rauschen und Wettbewerbs-Benchmarks. Messung und Umsetzung kommen aus einem Team, als Teil unseres Angebots SEO & KI-Sichtbarkeit.
Sie haben einen Kunden über eine KI-Empfehlung gewonnen und wollen wissen, ob sich das wiederholen lässt? Lassen Sie uns sprechen.
Quellen
- Hierarchy – KI-Sichtbarkeits-Studie Zürich (2026) – 1'515 KI-Antworten, 14'135 zurückverfolgte Nennungen, 5'110 vermessene Firmen aus 12 Zürcher Branchen: 40 % Gedächtnis, 39 % eigene Website, 18 % Drittseiten; auf der gelesenen Seite stehen 8,2×; FAQ-Seiten 1,6× zitiert; Schwellen bei rund 30 Bewertungen und rund 99 verweisenden Domains; 77 % der empfohlenen Firmen ausserhalb der Google-Top-10.
- Hierarchy – eigene Messung vom 8. September 2026: 14 Fragen zu KI-Workshops in Zürich, je einmal an ChatGPT (gpt-5-mini), Gemini (3.7 Flash) und Claude (Sonnet 5) mit Websuche; Nennungen 11, 6 und 2 von 14. Google Analytics 4, Juni bis September 2026: 28 von 32 KI-Assistenten-Sitzungen über chatgpt.com.
- AirOps – The Influence of Offsite Signals in AI Search (Oktober 2025) – 21'311 Markenerwähnungen über 500 kommerzielle Anfragen: 85 % aus Drittquellen, 13,2 % von der eigenen Domain, fast 90 % der Drittquellen sind Listicles, Vergleiche und Reviews; 68 % der Marken nur in einer Plattform sichtbar.
- The Digital Bloom – LLM Ranking Factors 2026 – Auswertung der OppAlerts-Studie über 145 Branchen und 105'000 ChatGPT-Prompts: Backlinks rho +0,204 (R² 4,2 %), alle 13 Signale zusammen erklären unter 20 % der Varianz.
- Profound – AI Search Volatility – 40 bis 60 % der zitierten Domains wechseln monatlich.
- SE Ranking – AI Mode Research – nur 9,2 % identische URLs über drei Durchläufe.
- Semrush – ChatGPT Search Insights – Besucher aus KI-Suche konvertieren 4,4-fach.
- McKinsey via MarketingTech – erst 16 % der Unternehmen messen KI-Such-Performance systematisch.
- IGEM-Digimonitor 2025 – 60 % der Schweizer Bevölkerung nutzen KI-Tools.
- Aggarwal et al. – GEO: Generative Engine Optimization (KDD 2024) – bis zu 40 % Sichtbarkeitssteigerung durch zitierfähige Inhaltsoptimierung.
Häufige Fragen
- Wie werde ich bei ChatGPT empfohlen?
- ChatGPT mit Websuche sucht bei einer Anbieterfrage zuerst nach Listen und Verzeichnissen, öffnet dann die Websites der gefundenen Firmen und formuliert daraus die Empfehlung. Drei Dinge entscheiden: ob Sie auf den Seiten stehen, die es liest (in unserer Studie ist das 8,2-mal so viel wert wie die stärkere Firma auf der Seite zu sein), ob Ihre Website in den ersten Absätzen klar sagt, was Sie für wen zu welchem Preis tun, und ob Bewertungen, Links und Einträge über den Schwellen liegen, ab denen Modelle eine Firma als etabliert einstufen. Garantieren lässt sich eine Nennung nicht, messen und systematisch erhöhen schon.
- Nach welchen Kriterien entscheidet ChatGPT, welche Unternehmen es empfiehlt?
- Aus 1'515 ausgewerteten KI-Antworten zu Zürcher Firmen: Erstens die Quellenlage. Rund 40 Prozent der Nennungen kommen aus dem Gedächtnis des Modells, 39 Prozent von der eigenen Website der Firma, 18 Prozent von Drittseiten; steht eine Firma auf der Seite, die der Assistent liest, wird sie 8,2-mal so wahrscheinlich genannt. Zweitens die Lesbarkeit der Website: konkrete Leistungen, Preise, Standort, FAQ. Seiten mit FAQ-Abschnitt werden 1,6-mal so oft zitiert. Drittens Schwellen: Der Anteil genannter Firmen steigt bis rund 30 Google-Bewertungen und bis rund 99 verweisende Domains und flacht danach ab. Die Sternenote selbst trennt genannte von nicht genannten Firmen kaum.
- Kann man Empfehlungen in ChatGPT gezielt beeinflussen?
- Beeinflussen ja, garantieren nein. KI-Antworten sind nicht deterministisch, und keine seriöse Methode erzeugt eine feste Platzierung. Steuerbar ist die Wahrscheinlichkeit: wie oft Ihre Marke über ein Set realistischer Nutzerfragen hinweg genannt wird. Diese Rate lässt sich messen, systematisch erhöhen und über Quartale als Trend berichten. Genau das macht aus einer Zufallsempfehlung einen planbaren Kanal.
- Woran erkenne ich, ob eine KI-Empfehlung Zufall war?
- Stellen Sie exakt die Frage, über die der Kunde Sie gefunden hat, zehnmal in neuen Chats und über mehrere Systeme hinweg: ChatGPT, Perplexity, Gemini, Google AI Mode. Werden Sie in acht von zehn Antworten genannt, existiert eine belastbare Position. Bei ein bis zwei Nennungen war es Rauschen. Laut Profound wechseln 40 bis 60 Prozent der zitierten Domains bei identischen Anfragen von Monat zu Monat, deshalb ist eine Einzelabfrage nie ein Messwert.
- Was ist der Unterschied zwischen Zitat, Erwähnung und Empfehlung?
- Ein Zitat (Citation) verlinkt Ihre Website als Beleg; die KI nutzt Ihren Inhalt, empfiehlt aber möglicherweise jemand anderen. Eine Erwähnung (Mention) nennt Ihren Namen irgendwo in der Antwort. Eine Empfehlung setzt Sie auf die Shortlist, die der Assistent als Antwort auf eine Anbieterfrage ausgibt. Nur Letzteres bringt Kunden. Alle drei verlangen unterschiedliche Massnahmen und müssen getrennt gemessen werden.
- Welche Signale erhöhen die Empfehlungswahrscheinlichkeit einer Marke am stärksten?
- Das hängt von der Branche ab. Bei Zürcher Physiotherapie-Praxen stützen sich 69 Prozent der Nennungen auf die eigene Website, bei Vermögensverwaltern kommen 57 Prozent aus dem Gedächtnis des Modells. Über alle Branchen wirkt am stärksten, auf den Listen- und Verzeichnisseiten zu stehen, die der Assistent liest (8,2×), gefolgt von einer Website mit konkreten Leistungen, Preisen und FAQ (1,6× häufiger zitiert), Bewertungen bis zur Schwelle von rund 30 und konsistenten Firmendaten. Technischer Zugang für KI-Crawler ist Voraussetzung, kein Hebel.
- Welche Agenturen sind auf die Erhöhung der Empfehlungswahrscheinlichkeit in KI-Assistenten spezialisiert?
- Der Markt ist jung und die Bezeichnungen GEO, LLMO, AI SEO und AI Visibility werden uneinheitlich verwendet, weshalb eine Anbieterliste schnell veraltet. Tragfähiger ist eine Prüfung anhand von sechs Kriterien: eigenes Mess-Setup statt Tool-Weiterverkauf, Arbeit an Website und Drittquellen, Wahrscheinlichkeits- statt Platzierungsversprechen, Messung über mehrere KI-Systeme, Verbindung zu Traffic- und Lead-Daten sowie eigene, nachweisbare KI-Sichtbarkeit. Letzteres lässt sich in einer Minute prüfen: Stellen Sie ChatGPT die Anbieterfrage der Kategorie des Anbieters.
