Von Tenzin Langdun

Architekturbüro-Marketing Zürich 2026: 52 Prozent der KI-Empfehlungen kommen aus dem Gedächtnis des Modells

Datenstudie für Architekturbüros in Zürich: Nur 27 Prozent der Nennungen in ChatGPT, Gemini und Claude stützen sich auf die Website des Büros, der tiefste Wert aller zwölf Branchen. Genannte Büros werden auf 38 statt 4 fremden Domains erwähnt. Was die Assistenten als Begründung nennen und was das für Ihr Büro heisst.

ArchitekturmarketingKI-SichtbarkeitGEOZürichArchitekturbüro

Architektur ist die Branche, in der die eigene Website am wenigsten trägt. 52 Prozent der KI-Nennungen für Zürcher Architekturbüros stammen aus dem Gedächtnis des Modells, 27 Prozent aus der Website des Büros, 17 Prozent aus Drittseiten. Die 27 Prozent sind der tiefste Wert aller zwölf Branchen unserer Studie. Was genannte Büros trennt, steht nicht auf ihrer eigenen Seite: Sie werden auf 38 statt 4 fremden Domains namentlich erwähnt. Dieser Artikel zeigt, was ChatGPT, Gemini und Google AI Mode über Architekturbüros sagen, womit sie ihre Empfehlungen begründen und welcher Hebel bei dieser Ausgangslage überhaupt funktioniert.

Wer in Zürich ein Geschäftsgebäude umbauen will, fragt heute oft nicht mehr das eigene Netzwerk, sondern einen Assistenten: «Wir planen den Umbau unseres Geschäftsgebäudes in Zürich und suchen ein Architekturbüro. Hast du eine Empfehlung?» Die Antwort ist eine Liste von fünf bis zehn Büros mit Begründung, und der Bauherr schreibt zwei davon an. Für die meisten dieser Begriffe veröffentlicht Google keine belastbaren Suchvolumen. Messen lässt sich aber, wer in den Antworten vorkommt und warum.

Für unsere KI-Sichtbarkeits-Studie Zürich 2026 haben wir 1'515 Antworten von Claude, ChatGPT und Gemini in zwölf Zürcher Branchen ausgewertet. Für diesen Artikel haben wir die Architektur-Zeilen nochmals im Detail angeschaut: 15 ausgewertete Antworten auf fünf Fragevarianten, 170 Nennungen, 76 verschiedene genannte Büros, 105 mit denselben Kennzahlen vermessene Büros, dazu die Quellenangaben aus sechs Abfragen von Google AI Mode. Keine einzige Ausweichantwort. Die Fragen:

  • «Welche Architekturbüros in Zürich kannst du empfehlen?»
  • «Wir planen den Umbau unseres Geschäftsgebäudes in Zürich und suchen ein Architekturbüro. Hast du eine Empfehlung?»
  • «bestes architekturbüro zürich»
  • «Nenne mir 5 gute Architekturbüros in Zürich und was für sie spricht.»
  • «Which architecture firms in Zurich would you recommend?»

Architektur: die Branche, in der die Website am wenigsten entscheidet

Ein Assistent nennt ein Büro aus dem Gedächtnis des Modells, aus der Website des Büros, die er bei der Antwort live liest, oder aus einer Drittseite. Über alle zwölf Branchen verteilt sich das auf 40, 39 und 18 Prozent. Bei Architekturbüros auf 52, 27 und 17 Prozent, die restlichen 4 Prozent entfallen auf Seiten, die gelesen, aber nicht zitiert wurden.

Links: Quelle der KI-Nennungen bei Architekturbüros in Zürich (52 Prozent Gedächtnis, 27 Prozent eigene Website, 17 Prozent Drittseiten) im Vergleich zu allen zwölf Branchen (40, 39, 18). Rechts: Median-Kennzahlen genannter versus nicht genannter Büros, etwa 38 versus 4 Domains, die das Büro erwähnen.
Architektur ist das Gegenstück zur Physiotherapie: Dort trägt die eigene Website 69 Prozent der Nennungen, hier 27. Rechts: Was genannte Büros von nicht genannten unterscheidet (Median, 105 Büros).

Damit steht Architektur am Ende einer Tabelle, deren anderes Ende wir vor gut zwei Wochen beschrieben haben. Bei Physiotherapie-Praxen stützen sich 69 Prozent der Nennungen auf die eigene Website, bei Architekturbüros 27. Kein Wert in der Studie ist tiefer. Vor Architektur liegen nur Vermögensverwalter (57 Prozent Gedächtnis) und Wirtschaftskanzleien (52 Prozent), zwei Branchen, in denen ebenfalls Ruf und Publizität den Zugang regeln.

Das ist die unbequeme Nachricht für ein Architekturbüro: Die Website-Arbeit, die einer Physiotherapie-Praxis innert Wochen Nennungen bringt, verschiebt hier höchstens ein Viertel der Antwort. Wir haben ausdrücklich nach einem Segment gesucht, in dem es anders aussieht, und keines gefunden. Auch bei den Büros mit der geringsten Publizität, die auf weniger als 20 fremden Domains erwähnt werden, stammen 41 Prozent der Nennungen aus dem Gedächtnis und nur 24 Prozent aus der eigenen Website. Es gibt in dieser Branche keine Nische, in der die eigene Seite die Antwort trägt.

Die gute Nachricht steht in derselben Tabelle. Die Konzentration ist geringer, als der Gedächtnis-Anteil vermuten lässt: Die drei meistgenannten Büros holen 16 Prozent der Nennungen, die Top 10 kommen auf 42 Prozent, und 46 der 76 genannten Büros kamen genau einmal vor. Die Assistenten arbeiten nicht mit einer kurzen Liste von Stararchitekten, sondern greifen weit ins Feld. Nur eben nicht über die Website.

Was die Assistenten über Architekturbüros sagen

Die Begründungen in den 170 Nennungen, ausgezählt nach Merkmalen:

Merkmal in der BegründungVorkommen
Konkretes Referenzprojekt genannt26
Umbau, Sanierung, Bauen im Bestand, Denkmalpflege24
Auszeichnung oder Preis19
Gründungsjahr oder Gründerpersonen19
Weitere Standorte, international tätig17
Gewerbe-, Büro- oder Geschäftsbauten15
Kultur, Museum, Schule, öffentliche Bauten11
Innenarchitektur10
Wettbewerbserfolge7
Ranking, Rating oder Liste6
Bürogrösse, Mitarbeitende6
Wohnbau, Genossenschaft5
Google-Bewertungen oder Sterne4
ETH-Bezug oder Lehrtätigkeit3
Nachhaltigkeit, Minergie, Holzbau3
Lage, Quartier, Adresse1
Honorar, Kosten, Budget0

Diese Tabelle ist der eigentliche Befund. Die Assistenten begründen Architekturempfehlungen mit gebauten Projekten, Preisen, Gründungsgeschichte und internationaler Präsenz. Sie schreiben «bekannt für die Realisierung des Toni-Areals», «erhielt 2014 den Prix Meret Oppenheim», «1997 von zwei Architekten gegründet, Büros in Zürich und Berlin», «Projekte in den ständigen Sammlungen angesehener Institutionen».

Die drei Assistenten verhalten sich dabei unterschiedlich. Claude nannte in allen fünf Antworten mindestens eine Auswahlhilfe von sich aus: das BauNetz-Ranking in drei Antworten, dazu das Archinaut-Rating 2025, architektvergleich.ch, Houzz und swiss-architects.com. ChatGPT verwies zweimal auf Wikipedia. Gemini nannte in keiner Antwort eine externe Quelle, lieferte aber mit 77 von 170 die meisten Nennungen.

Fast nichts davon steht üblicherweise auf der Website eines Architekturbüros in einer Form, die ein Modell übernehmen kann. Ein Projektportfolio zeigt Bilder mit einer Bildlegende. Der Satz «Das Toni-Areal in Zürich, 2014 fertiggestellt, 40'000 Quadratmeter, Umnutzung einer Milchverarbeitungsfabrik zur Hochschule» steht dort meistens nirgends. Der Assistent holt ihn sich deshalb aus Wikipedia, aus der Fachpresse oder aus dem eigenen Gedächtnis.

Zwei Merkmale fehlen fast vollständig, und beide sind in anderen Branchen zentral. Lage kam einmal vor. Während Assistenten Physiotherapie-Praxen nach Quartier sortieren, spielt bei Architekturbüros die Adresse innerhalb Zürichs keine Rolle. Honorar kam kein einziges Mal vor, obwohl eine der fünf Fragen ein konkretes Projekt mit Budgetrelevanz beschreibt. Wer seine Sichtbarkeit über Preistransparenz aufbauen will, adressiert damit ein Kriterium, das in unseren Daten nicht vorkommt.

Am häufigsten nach dem Referenzprojekt kommt Umbau, Sanierung, Bauen im Bestand mit 24 Nennungen. Das ist die eine Spezialisierung, die die Assistenten zuverlässig aufgreifen, und sie tun es besonders dann, wenn die Frage ein Umbauprojekt beschreibt. Ein Büro, das Bestandesarbeit als eigenes Thema ausschreibt statt als eine von zwölf Leistungen, gibt dem Assistenten einen Grund, es für genau diese Anfragen zu nennen.

Was genannte Büros anders machen

105 Zürcher Architekturbüros, vermessen mit denselben Kennzahlen: 73 genannte und 32 vergleichbare, nie genannte. Der Median-Vergleich:

Kennzahl (Median)Genannte BürosNicht genannte BürosFaktor
Domains, die das Büro namentlich erwähnen38411×
Erwähnungen im Web insgesamt177921×
Geschätzter organischer Traffic pro Monat1'2009013×
Backlinks1'221135
Keywords in Googles Top 10244,5
Keywords in Googles Top 1008417
Domains, die auf die Website verlinken292644,6×
Wörter auf der Startseite140383,7×
Interne Links36182,1×
Indexierte Seiten (Stichprobe bis 10)1061,7×
Google-Bewertungen531,7×
Google-Sternebewertung4,65,0
LocalBusiness-Schema vorhanden30%38%
FAQ-Schema vorhanden1%8%
Google-Unternehmensprofil vorhanden100%100%

Die Tabelle ist ungewöhnlich eindeutig, und sie zeigt in eine andere Richtung als in jeder anderen Branche der Studie.

Der grösste Abstand liegt ausserhalb der eigenen Website. 38 gegen 4 Domains, die das Büro namentlich erwähnen, und 177 gegen 9 Erwähnungen insgesamt. Das ist der elf- beziehungsweise einundzwanzigfache Wert und damit der grösste Unterschied im ganzen Datensatz. Wer über ein Büro schreibt, füttert genau den Kanal, aus dem 52 Prozent der Nennungen kommen.

Die Website-Merkmale trennen kaum. 10 gegen 6 indexierte Seiten ist der schwächste Seitenzahl-Abstand aller Branchen; bei Physiotherapie-Praxen sind es 10 gegen 2. Beide Gruppen haben eine fast textlose Startseite: 140 gegen 38 Wörter im Median, wobei auch 140 Wörter für einen Assistenten wenig ist. Architektur-Websites sind Bildportfolios, und das gilt für genannte wie für nicht genannte Büros.

Strukturierte Daten erklären hier nichts. 30 gegen 38 Prozent beim LocalBusiness-Schema, 1 gegen 8 Prozent beim FAQ-Schema: Die nicht genannten Büros haben davon sogar etwas mehr. Das ist kein Argument gegen Schema (über alle Branchen werden Seiten mit FAQ 1,6-mal so oft zitiert), aber in dieser Branche ist es weder Ursache noch Symptom. Bemerkenswert ist die absolute Zahl: Von 71 vermessenen genannten Büros hat genau eines eine FAQ-Auszeichnung. Ein Feld, das praktisch leer ist.

Google-Bewertungen sind kein Hebel. 5 gegen 3 Bewertungen, und die genannten Büros haben mit 4,6 gegen 5,0 sogar die tiefere Sternebewertung. Wer aus dem Zahnarzt- oder Physiotherapie-Playbook kommt, wo Bewertungen zwischen 30 und 66 liegen und die Assistenten sie direkt zitieren, muss diesen Punkt hier streichen.

Wie immer bei solchen Vergleichen: Das sind Korrelationen aus einer Stichprobe, keine Beweise. Publizität und Auftragsqualität hängen zusammen, und ein Büro wird nicht dadurch besser, dass über es geschrieben wird. Für die Frage, was ein Assistent findet und weitergibt, ist die Richtung trotzdem über alle Kennzahlen dieselbe.

Welche Seiten die Assistenten lesen

125 Mal haben die Assistenten in ihren Architektur-Antworten eine Quelle zitiert. 64 Prozent dieser Zitate führen auf die Website eines Büros, der Rest auf Drittseiten. Das klingt zunächst nach einem Widerspruch zu den 27 Prozent oben, ist aber derselbe Befund von der anderen Seite: Wenn ein Assistent überhaupt zitiert, zitiert er meistens ein Büro. Nur zitiert er selten, weil er die Namen schon kennt.

Die meistzitierten einzelnen Quellen der Branche sind keine Bürowebsites:

QuelleZitateArt
archello.com, «25 beste Architekturbüros in der Schweiz»20Redaktionelle Bestenliste, deutsch und englisch
archinaut.ch, «Archinaut Rating 2025»12Branchen-Rating der Top 100 Schweizer Büros
baunetz.de, Ranking Regionen Schweiz7Punktesystem der Fachpresse
listenchampion.de, «Top 5 Architekten aus Zürich»6Redaktionelle Liste
wikipedia.org6Büro- und Personenartikel
studioforma.ch, «Architekturbüros in Zürich»6Übersichtsartikel eines Büros
swiss-architects.com3Profil- und Teamseiten
architektvergleich.ch2Offertvergleichsplattform
dieschweizerarchitekturpreise.ch2Preisarchiv

Drei Beobachtungen aus den einzelnen Seiten:

Eine einzige Bestenliste trägt jedes sechste Zitat der Branche. Der Archello-Artikel wurde in beiden Sprachfassungen zusammen 20 Mal zitiert und stützte 15 Nennungen. Das Archinaut-Rating stützte 13. Wer auf diesen zwei Seiten steht, wird von den Assistenten in ihre Antwort übernommen; wer nicht, muss darauf hoffen, aus dem Gedächtnis zu kommen.

Kurze Portraitseiten reichen für ein Zitat, nicht für eine Begründung. Mehrere Büro-Startseiten mit 20 bis 250 Wörtern wurden zwei- bis sechsmal zitiert, ohne dass daraus eine belegte Nennung wurde: Der Assistent hat die Seite gelesen, aber nichts Zitierbares gefunden und den Namen dann aus dem Gedächtnis begründet. Eine Portraitseite mit 3'383 Wörtern stützte dagegen direkt zwei Nennungen.

Der Übersichtsartikel eines Büros über die eigene Branche funktioniert. Ein Zürcher Büro betreibt eine Seite «Architekturbüros in Zürich» mit 1'781 Wörtern, die andere Büros auflistet. Sie wurde sechsmal zitiert, häufiger als fast jede einzelne Bürowebsite. Dasselbe Muster haben wir bei Treuhand und Physiotherapie gesehen: Der eigene Ratgeber holt Zitate, die sonst an Verzeichnisse gehen.

Wettbewerbsarchive statt Branchenverzeichnisse

Von den Büros, die auf einer vom Assistenten gelesenen Liste standen, wurden 29 Prozent in derselben Antwort auch genannt; über alle zwölf Branchen sind es 25 Prozent. Eine Listung wirkt in dieser Branche also überdurchschnittlich, wenn die Liste denn gelesen wird. Welche Listen das sind, überrascht:

Gelesene ListeBüros daraufDavon genannt
Wettbewerbsarchiv Hochparterre, Projektsuche475
listenchampion.de, Top 5 Architekten Zürich85
valindex.ch, Architektur- und Planungsbüros64
wettbewerbe-aktuell.de, Ergebnisseite eines Zürcher Verfahrens73
swiss-architects.com und world-architects.com, Teamseiten83
Kooperationsseite eines Büros133

Das klassische Branchenverzeichnis kommt in dieser Liste nicht vor. Was die Assistenten öffnen, sind Wettbewerbsarchive, Ergebnisseiten von Verfahren, Fachplattformen und Presseartikel. Für ein Büro heisst das: Der Eintrag, der etwas bringt, ist die vollständige, korrekt geschriebene Nennung im Wettbewerbsergebnis und das gepflegte Profil auf einer Fachplattform, nicht der Eintrag auf local.ch.

Google AI Mode verhält sich noch einmal anders. Auf sechs Abfragen entfielen 62 Quellenangaben auf das Google-Unternehmensprofil-Panel und 28 auf Webquellen, und die Webhälfte führt Archello, Divisare, swiss-architects.com, espazium.ch, hochparterre.ch, archdaily.com und baunetz.de an. Google AI Mode nannte 38 Büros, von denen nur 6 auch von den drei Assistenten genannt wurden. Wer beide Oberflächen bedienen will, braucht ein vollständiges Google-Unternehmensprofil und Präsenz in der Fachpresse: zwei Aufgaben, nicht eine.

Wie bringe ich ChatGPT und Google dazu, mein Architekturbüro zu empfehlen?

Die Frage, die hinter jeder Anfrage an uns steht. Die kurze Antwort: Sie können es nicht einstellen, und bei Architekturbüros ist der Weg länger als in jeder anderen Branche, die wir gemessen haben. Die längere Antwort in fünf Fragen.

Wie werden Architekturbüros von KI überhaupt empfohlen?

Ein Assistent hat keine Liste, in die man sich einträgt. Jede Antwort entsteht neu, und Büros kommen über drei Wege hinein. Erstens das Gedächtnis des Modells: Der Name stand oft genug in den Trainingsdaten, also in Fachpresse, Wikipedia, Wettbewerbsergebnissen, Rankings, Hochschulseiten. Bei Zürcher Architekturbüros stammen 52 Prozent der Nennungen aus diesem Weg. Zweitens die Live-Suche, bei der der Assistent die Bürowebsite öffnet und zusammenfasst, was dort steht: 27 Prozent. Drittens Drittseiten wie Archello, Archinaut oder BauNetz: 17 Prozent.

Für Sie heisst das: Rund die Hälfte Ihrer Chance entscheidet sich in Texten, die andere über Sie schreiben. Ein Viertel entscheidet sich auf Ihrer eigenen Seite, und dieses Viertel ist der Teil, den Sie diese Woche verändern können.

Kann ich ChatGPT direkt sagen, dass es mein Büro empfehlen soll?

Nein. Es gibt keine Anmeldung, kein Formular und keinen bezahlten Platz in der Antwort. Wer Ihnen eine «Eintragung bei ChatGPT» verkauft, verkauft etwas, das nicht existiert. Die Assistenten wählen aus dem, was sie gelernt haben und was sie gerade finden.

Was bringt am meisten, wenn die Website nur ein Viertel ausmacht?

In dieser Reihenfolge. Erstens: In die Listen kommen, die zitiert werden. Archello, das Archinaut-Rating, BauNetz, swiss-architects.com und die Preisarchive tragen zusammen mehr Zitate als alle Bürowebsites zusammen. Das sind redaktionelle Aufnahmen und Profile, keine Werbeplätze, und sie sind erreichbar.

Zweitens: Wettbewerbsergebnisse und Projektveröffentlichungen als Sichtbarkeitsarbeit behandeln. Ein Verfahren, an dem Sie teilgenommen haben, erzeugt eine Ergebnisseite mit Ihrem Namen. Prüfen Sie, ob er dort vollständig und einheitlich geschrieben steht, dieselbe Schreibweise wie auf Ihrer Website und in allen Profilen. Uneinheitliche Firmierungen sind der häufigste Grund, warum ein Name nicht zusammenfindet.

Drittens: Referenzprojekte in Text übersetzen. 26 der 170 Begründungen nennen ein konkretes Projekt. Wenn Ihre Projektseiten aus Bildern und einer Zeile Bildlegende bestehen, kann ein Assistent nichts daraus zitieren. Nutzung, Jahr, Fläche, Bauherrschaft, Aufgabe, Besonderheit, in ganzen Sätzen: Das ist die Form, in der Assistenten Projekte weitergeben.

Viertens: Bestandesarbeit ausschreiben, wenn Sie sie machen. Umbau und Sanierung sind mit 24 Nennungen das meistgenannte inhaltliche Merkmal und die Spezialisierung, nach der Bauherren in den Fragen tatsächlich suchen.

Braucht mein Architekturbüro noch SEO?

Ja, aber mit anderem Ziel. Genannte Büros ranken für 24 Keywords in Googles Top 10, nicht genannte für 4,5. Der Zusammenhang ist real, läuft aber grösstenteils über Publizität: Wer verlinkt wird, rankt und wird gelesen. Was wenig zählt, ist Platz 1 für «Architekturbüro Zürich». Von den 76 durch KI genannten Büros erschienen 3 in Googles organischen Top 10 für dieselbe Frage. Über alle Branchen fehlen 77,5 Prozent der von KI genannten Firmen in Googles Top 10; bei Architekturbüros sind es 96 Prozent. Die beiden Oberflächen überschneiden sich hier fast nicht.

Dazu kommt eine Sprachfrage, die es nur in dieser Branche in dieser Schärfe gibt: In deutschen Antworten kamen 62 Büros vor, in englischen 34, und nur 20 in beiden. 14 Büros erschienen ausschliesslich in englischen Antworten. Wer internationale Bauherrschaften will, braucht eine englische Fassung, die mehr ist als eine übersetzte Startseite.

Wie schnell wirkt das, und wie prüfe ich es?

Langsamer als anderswo, und in zwei Geschwindigkeiten. Die 27 Prozent, die auf Ihrer Website beruhen, reagieren innert Wochen, sobald neue Seiten indexiert sind. Die 52 Prozent aus dem Gedächtnis verändern sich erst mit dem nächsten Modelltraining, und der Weg dorthin führt über Erwähnungen auf fremden Seiten, die Monate brauchen. Rechnen Sie mit einem Jahr, nicht mit einem Quartal.

Prüfen Sie es selbst: Stellen Sie ChatGPT, Gemini und Google AI Mode monatlich die fünf Fragen aus diesem Artikel und notieren Sie, wer genannt wird und mit welcher Begründung. Von aussen macht das der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check.

Checkliste: 12 Punkte für die Sichtbarkeit Ihres Architekturbüros

Und ein 13. Punkt: Messen Sie es. Dieselben fünf Fragen monatlich an ChatGPT, Gemini und Google AI Mode, Nennungen zählen. Wie das geht, steht in KI-Sichtbarkeit messen.

Was wir für Architekturbüros machen

Hierarchy ist eine Marketing- und KI-Agentur in Zürich mit vier Personen. Wir sind die einzige Agentur in der Schweiz, die ihre Empfehlungen auf eine eigene Datenstudie zu KI-Empfehlungen stützt, und wir setzen die Änderungen selbst um: Projektseiten mit zitierbarem Text, Bestandes- und Leistungsseiten, englische Fassung, einheitliche Firmierung über alle Profile, Aufnahme in die Listen und Plattformen, die tatsächlich zitiert werden, Google-Unternehmensprofil. Ein Audit Ihrer Website kostet je nach Grösse CHF 800 bis 5'000, laufende Betreuung mit monatlichem Reporting der KI-Nennungen beginnt bei CHF 600 pro Monat. Wo Ihr Büro heute steht, zeigt der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check. Details zu Leistungen und Preisen: SEO & KI-Sichtbarkeit.

Wenn Sie KI umgekehrt im Büro einsetzen wollen, statt von ihr empfohlen zu werden: ChatGPT oder Claude für Architekten vergleicht die beiden Modelle für Wettbewerbstexte, Normen, Visualisierung und BIM.

Fazit

Architekturbüros haben den längsten Weg in die KI-Empfehlung von allen zwölf Branchen, die wir gemessen haben. Jede zweite Nennung kommt aus dem Trainingsgedächtnis, nur jede vierte aus der eigenen Website. Was genannte Büros trennt, sind 38 statt 4 fremde Domains, die sie erwähnen, nicht mehr Seiten, mehr Schema oder bessere Bewertungen. Der Hebel heisst deshalb Publizität: in die zitierten Bestenlisten und Ratings kommen, Wettbewerbsergebnisse und Projektveröffentlichungen als Sichtbarkeitsarbeit behandeln, den Firmennamen überall gleich schreiben. Und auf der eigenen Seite das Einzige nachholen, was dort wirklich fehlt: Referenzprojekte in ganzen Sätzen. Die Zahlen zu allen zwölf Branchen stehen in der KI-Sichtbarkeits-Studie Zürich 2026.

Häufige Fragen

Empfehlen ChatGPT und Gemini konkrete Architekturbüros in Zürich?
Ja, ohne zu zögern. Auf fünf Fragen nannten ChatGPT, Gemini und Claude in 15 Antworten 170 Mal ein konkretes Büro, ohne eine einzige Ausweichantwort. 76 verschiedene Büros kamen vor. Die Assistenten liefern Namen, Gründungsjahre, Referenzprojekte und Auszeichnungen mit.
Woher nehmen ChatGPT und Gemini ihre Empfehlungen für Architekturbüros?
52 Prozent der Nennungen stammen aus dem Gedächtnis des Modells, also aus dem Training, ohne dass während der Antwort eine Seite gelesen wird. 27 Prozent stützen sich auf die Website des Büros, 17 Prozent auf Drittseiten wie Archello, Archinaut oder BauNetz. Die 27 Prozent sind der tiefste Website-Anteil aller zwölf Branchen unserer Studie.
Was unterscheidet genannte Architekturbüros von nicht genannten?
Nicht die Website. Genannte Büros werden auf 38 fremden Domains namentlich erwähnt, nicht genannte auf 4. Sie haben 292 statt 64 verlinkende Domains und ranken für 24 statt 4,5 Keywords in Googles Top 10. Bei den Merkmalen der eigenen Website ist der Abstand klein: 10 statt 6 indexierte Seiten, 140 statt 38 Wörter auf der Startseite. Strukturierte Daten und Google-Bewertungen trennen die beiden Gruppen gar nicht.
Wie viele Google-Bewertungen braucht ein Architekturbüro?
Für die KI-Empfehlung fast keine. Genannte Zürcher Architekturbüros haben im Median 5 Google-Bewertungen, nicht genannte 3, und die genannten haben mit 4,6 sogar die tiefere Sternebewertung. In vier von 170 Begründungen kamen Bewertungen überhaupt vor. Bei Zahnärzten und Physiotherapie-Praxen ist die Bewertungszahl ein Haupttreiber, bei Architekturbüros nicht.
Bringt ein Eintrag bei Archello, Archinaut oder architektvergleich.ch etwas?
Mehr als in den meisten Branchen. 17 Prozent der Nennungen stützen sich auf Drittseiten, und die meistzitierten Quellen der Branche sind Archello, das Archinaut-Rating, das BauNetz-Ranking und swiss-architects.com. Von den Büros, die auf einer vom Assistenten gelesenen Liste standen, wurden 29 Prozent in derselben Antwort genannt, über alle Branchen sind es 25 Prozent.
Warum empfiehlt ChatGPT immer dieselben grossen Architekturbüros?
Weil jede zweite Nennung aus dem Trainingsgedächtnis kommt und dort bekannte Namen liegen. Die Konzentration ist trotzdem geringer als erwartet: Die drei meistgenannten Büros holen 16 Prozent aller Nennungen, die Top 10 kommen auf 42 Prozent, und 46 der 76 genannten Büros kamen genau einmal vor. Es gibt also Platz, aber er wird über Publizität vergeben, nicht über die Website.
Braucht ein Architekturbüro noch SEO, wenn Bauherren ChatGPT fragen?
Ja, aber es reicht nicht. Genannte Büros ranken für 24 Keywords in Googles Top 10, nicht genannte für 4,5. Gleichzeitig erschienen von 76 durch KI genannten Büros nur 3 in Googles organischen Top 10 für dieselbe Frage. Google-Ranking und KI-Antwort sind bei Architekturbüros zwei fast getrennte Welten.
Wie lange dauert es, bis ein Architekturbüro in KI-Antworten auftaucht?
Länger als in anderen Branchen. Wo der Assistent die Website live liest, wirkt eine neue Seite innert Wochen. Bei Architekturbüros beruhen nur 27 Prozent der Nennungen auf diesem Weg. Der Gedächtnis-Anteil von 52 Prozent verändert sich erst mit dem nächsten Modelltraining, und dorthin kommt man über Erwähnungen auf fremden Seiten, nicht über die eigene.
Was sagen die Assistenten als Begründung für ein Architekturbüro?
In 170 Begründungen: 26 Mal ein konkretes Referenzprojekt, 24 Mal Umbau, Sanierung oder Bauen im Bestand, 19 Mal eine Auszeichnung, 19 Mal Gründungsjahr oder Gründerpersonen, 17 Mal weitere Standorte oder internationale Tätigkeit. Lage kam einmal vor, Honorar kein einziges Mal.
Wie prüfe ich, ob ChatGPT mein Architekturbüro empfiehlt?
Stellen Sie ChatGPT, Gemini und Google AI Mode monatlich dieselben fünf Fragen, etwa «Welche Architekturbüros in Zürich kannst du empfehlen?» und «Wir planen den Umbau unseres Geschäftsgebäudes in Zürich und suchen ein Architekturbüro», und notieren Sie, wer genannt wird und mit welcher Begründung. Der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check von Hierarchy macht das einmalig für Sie.
Tenzin Langdun

Über den Autor

Tenzin Langdun

KI-Experte & Marketing-Lead bei Hierarchy

Tenzin ist KI-Experte und Marketing-Lead mit einem MSc in Artificial Intelligence der University of Bath und über 10 Jahren Marketingerfahrung in Strategie, Paid Acquisition und SEO. Er war bei renommierten Unternehmen wie KPMG, EY, Siemens und Adnovum tätig – mit Expertise in KI, Cybersecurity, Audit und Consulting sowie in der Versicherungsbranche. Gemeinsam mit Martin Oswald ist er Mitautor einer preisgekrönten Forschungsarbeit zur KI-basierten Krebserkennung, veröffentlicht in Nature und ausgezeichnet mit dem nationalen Siemens Excellence Award und dem Lab Sciences Award.