KI-Sichtbarkeit selbst betreuen: 8 Anbieter, die nach dem Prinzip «Do it with me» arbeiten
Ihr Marketingteam soll KI-Sichtbarkeit künftig selbst betreuen? Diese 8 Agenturen und Berater aus der Schweiz, Deutschland und Österreich liefern Strategie und Wissenstransfer, Ihr Team setzt um. Formate, Unterschiede, Fragen fürs Erstgespräch. Stand Oktober 2026.
Wer KI-Sichtbarkeit mit einem eigenen Marketingteam betreuen will, braucht keine Agentur, die alles übernimmt, sondern eine, die Strategie, Messung und Wissen liefert und den Rest dem Team überlässt. Dieses Modell heisst «Do it with me». In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich bieten es heute vor allem kleinere, spezialisierte Anbieter an. Wir stellen acht davon vor, mit Hierarchy auf Platz 1.
Eine typische Ausgangslage: Ein Marketingteam mit drei Personen betreut Website, Newsletter, Social Media und Kampagnen. Jetzt kommt ein neues Thema dazu. Kunden fragen ChatGPT, Gemini oder Perplexity nach einem Anbieter, und die Antwort nennt drei bis acht Firmen. Das Team will verstehen, wie es in diese Antworten kommt, und die Arbeit danach selbst machen. Es sucht keinen Dienstleister für die nächsten fünf Jahre, sondern einen Partner, der es in einigen Monaten so weit bringt, dass es ohne ihn weiterarbeiten kann.
Dieser Beitrag zeigt, welche Anbieter so arbeiten, worin sich ihre Formate unterscheiden und welche Fragen im Erstgespräch klären, ob die Zusammenarbeit tatsächlich zu einem selbstständigen Team führt.
Done for you, Do it with me, Do it yourself: drei Modelle
Bevor man Anbieter vergleicht, lohnt sich die Frage, welches Modell man eigentlich sucht. Es gibt drei, und sie verteilen Strategie, Umsetzung und Messung unterschiedlich:
- Done for you: Die Agentur setzt um, das Team gibt frei. Am schnellsten, aber das Wissen bleibt bei der Agentur. Endet das Mandat, endet meist auch die Arbeit.
- Do it with me: Die Agentur analysiert, plant, schult und prüft. Das Team schreibt, publiziert und pflegt. Langsamer am Anfang, dafür baut das Team Wissen auf, das bleibt.
- Do it yourself: Ein Kurs oder Workshop, danach arbeitet das Team allein. Am schlanksten, aber ohne Rückkopplung. Ob eine Änderung wirkt und was als Nächstes kommt, muss das Team selbst herausfinden.
Für ein Team mit zwei bis fünf Personen, das Inhalte ohnehin selbst publiziert, passt meist die Mitte. Wie KI-Assistenten Firmen überhaupt auswählen, steht in Wie werde ich bei ChatGPT empfohlen?.
Wer macht was? Die Arbeitsteilung im Do-it-with-me-Modell
KI-Sichtbarkeit besteht aus wenigen, gut lernbaren Aufgaben, die regelmässig wiederkehren, und aus einigen schwierigen, die selten vorkommen. Ein gutes Do-it-with-me-Mandat teilt genau entlang dieser Linie:
| Aufgabe | Agentur | Ihr Team |
|---|---|---|
| Branchenanalyse: Welche Quellen und Listen zitieren KI-Assistenten in Ihrer Branche? | erstellt | liest mit, fragt nach |
| Prompt-Set: 20 bis 40 Fragen, die Ihre Kunden stellen | schlägt vor | ergänzt, gibt frei |
| Startseite und Leistungsseiten zitierfähig umschreiben | liefert Playbook, prüft Entwurf | schreibt und publiziert |
| Strukturierte Daten (Schema) | zeigt, prüft | setzt im CMS um |
| Einträge in Verzeichnissen, Listen und Verbänden | priorisiert die Quellen | trägt ein und pflegt |
| Monatliche Messung in ChatGPT, Gemini, Perplexity und Google AI Overviews | baut auf, misst anfangs mit | übernimmt schrittweise |
| Einordnung der Ergebnisse und nächste Prioritäten | im Sparring-Termin | entscheidet |
Was diese Tabelle zeigt: Die laufende Arbeit liegt fast ganz beim Team. Die Agentur ist dort stark, wo Erfahrung aus vielen Branchen zählt, und zieht sich mit jedem Monat weiter zurück. Wie man die Messung aufbaut, steht ausführlich in KI-Sichtbarkeit messen.
Die 8 Anbieter im Überblick
| Rang | Anbieter | Standort | Team | Format | Passt für |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Hierarchy | Zürich (8045) | 4 Personen | Do it with me mit Branchenanalyse aus eigener Studie, Prompt-Set, Workshops, Review und Sparring; auf Wunsch auch Umsetzung | Marketingteams in der Schweiz, die KI-Sichtbarkeit und SEO selbst führen wollen |
| 2 | Akademie für KI | Zürich (8004) | k. A. | GEO-Workshop (8 Stunden) plus optionale Begleitung über 3 bis 6 Monate | KMU, Medienhäuser, Verbände und Stiftungen in der Deutschschweiz |
| 3 | GEO-Kurse (Christoph Gaul) | Beilstein (DE), Workshops online und in Zürich | Einzelunternehmen | Live-Workshop an der eigenen Website, Kurse, 1:1-Beratung | KMU mit erklärungsbedürftigen Leistungen und bestehenden Inhalten |
| 4 | XMD Solutions | Zürich (8048) | Einzelberaterin | SEO-Strategie, Übergabe, monatliches Sparring mit Video-Reviews | Firmen mit Marketingteam, die SEO und KI gemeinsam angehen |
| 5 | SEOX | Kreuzlingen | k. A. | Modulare GEO- und KI-Workshops (2 bis 8 Stunden) mit Aktionsplan | Teams, die mit einem kompakten Workshop starten wollen |
| 6 | Jannik Lindner | Baden (AT), remote | Einzelberater | SEO-Sparring für Inhouse-Teams in drei Phasen bis zur Übergabe | B2B-Marketingteams im Mittelstand und grösseren Firmen |
| 7 | SMART LEMON | Köln | klein | KI- und SEO-Workshop zur Weiterbildung, zusätzlich laufende GEO-Beratung | Teams, die zwischen Schulung und laufender Betreuung wählen wollen |
| 8 | GFU Cyrus AG | Köln, online, inhouse | Schulungsinstitut | Zweitägige GEO-Schulung, auch als Firmenseminar | SEO- und Content-Verantwortliche, die eine strukturierte Grundlage suchen |
1. Hierarchy: Do it with me auf Basis einer eigenen Datenstudie
Standort: Wolframplatz 15, 8045 Zürich · Team: 4 Personen · Website: hierarchy.ch
Hierarchy betreut SEO und KI-Sichtbarkeit in zwei Modellen: als Umsetzung durch das eigene Team oder als Do it with me, bei dem das Marketingteam des Kunden umsetzt. Im zweiten Modell liefert Hierarchy, was ein Team nicht aus eigener Erfahrung mitbringt: die Analyse, welche Quellen in der Branche zählen, ein Prompt-Set mit Reporting, Playbooks für die wiederkehrenden Aufgaben und eine Review jedes Entwurfs, bevor er live geht. Die Gründer Tenzin Langdun und Martin Oswald haben beide einen MSc in Künstlicher Intelligenz; ihre gemeinsame Forschung wurde in Nature publiziert.
Die Datenbasis: Hierarchy hat eine eigene Studie dazu durchgeführt, wonach KI-Assistenten Firmen empfehlen: 1'515 erhobene KI-Antworten, 14'135 zurückverfolgte Nennungen, 5'110 vermessene Firmen aus 12 Branchen im Raum Zürich. Die KI-Sichtbarkeits-Studie zeigt pro Branche, ob Nennungen über die eigene Website, über Drittseiten oder aus dem Gedächtnis der Modelle entstehen. Für ein Do-it-with-me-Mandat ist das der wichtigste Startpunkt: Das Team weiss vom ersten Tag an, welche Arbeit sich in seiner Branche lohnt, statt alles gleichzeitig zu versuchen.
So läuft es ab: Am Anfang stehen die Branchenanalyse und ein gemeinsamer Workshop, in dem das Team lernt, wie ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews Quellen auswählen. Danach bauen Hierarchy und das Team das Prompt-Set und das Reporting auf. In der Umsetzungsphase schreibt das Team die Seiten um und pflegt die Einträge in Drittquellen, Hierarchy prüft die Entwürfe und ordnet in einem festen Sparring-Termin die Messergebnisse ein. Wo das Team an eine Grenze kommt, etwa bei Technik oder strukturierten Daten, kann Hierarchy diesen Teil selbst umsetzen, weil die Agentur Websites und Tracking ohnehin selbst baut. Ziel ist eine Übergabe: Nach einigen Monaten führt das Team die Messung selbst.
Stärke: Branchendaten als Startpunkt, ein Prompt-Set mit Reporting, das dem Team gehört, und die Möglichkeit, einzelne Teile ohne Wechsel des Partners umsetzen zu lassen.
Zu beachten: Hierarchy ist ein kleines Team mit Sitz in Zürich. Die Branchendaten stammen aus dem Raum Zürich; für Märkte ausserhalb der Schweiz beginnt die Analyse ohne diesen Vorsprung (Stand Oktober 2026).
Passt für: Marketingteams in der Schweiz mit zwei bis fünf Personen, die KI-Sichtbarkeit und SEO selbst führen wollen und dafür eine Datenbasis statt Faustregeln suchen. Vorab zeigt der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check, ob ChatGPT, Gemini und Claude Ihre Firma heute nennen.
2. Akademie für KI: GEO-Workshop mit Begleitung über mehrere Monate
Standort: Zürich (8004) · Website: akademie-ki.ch
Die Akademie für KI bietet einen achtstündigen Praxis-Workshop zu GEO und SEO an, vor Ort in Zürich oder online, mit rund 70 Prozent Übungen. Die Inhalte reichen von den Grundlagen (wie ChatGPT, Perplexity und Gemini Inhalte finden und gewichten) über Content-Optimierung bis zu Schema-Markup und dem Aufsetzen der Analyse. Optional folgt eine Begleitung über drei bis sechs Monate mit regelmässigen Check-ins, KPI-Monitoring und dem erklärten Ziel, Kompetenz im eigenen Haus aufzubauen. Geleitet wird das Angebot von Gründer Lukas Görög.
Stärke: Ein klar strukturierter Einstieg mit hohem Praxisanteil und einer Begleitphase, die ausdrücklich auf Inhouse-Kompetenz zielt.
Zu beachten: Die Akademie bietet KI-Schulungen zu vielen Themen an; GEO ist eines davon (Stand Oktober 2026).
Passt für: KMU, Medienhäuser, Verbände und Stiftungen in der Deutschschweiz, die mit einem Workshop starten und danach begleitet werden wollen.
3. GEO-Kurse (Christoph Gaul): Workshop direkt an der eigenen Website
Standort: Beilstein (Deutschland), Workshops online und inhouse in Zürich · Website: geo-kurse.com
Christoph Gaul, Inhaber der Webagentur Gaul in Beilstein bei Stuttgart, leitet seine GEO-Workshops selbst. Das Format ist live, standardmässig online, auf Wunsch inhouse in Zürich und der Deutschschweiz. Gearbeitet wird direkt an der Website oder dem Shop der Teilnehmenden, in vier Schritten: Struktur und Inhalte analysieren, die Seite aus Sicht eines KI-Assistenten bewerten, gemeinsam optimieren, einen priorisierten Massnahmenplan festhalten. Ergänzend gibt es Live-Kurse und 1:1-Beratung mit Umsetzung.
Stärke: Der Workshop arbeitet am eigenen Material statt an Beispielen, das Team geht mit konkreten Änderungen hinaus.
Zu beachten: Das Angebot ist auf eine Person zugeschnitten; Kapazität und Termine richten sich danach (Stand Oktober 2026).
Passt für: KMU und Marketingteams mit erklärungsbedürftigen Leistungen, die bereits eigene Inhalte haben und sie für KI-Assistenten schärfen wollen.
4. XMD Solutions: Strategie, Übergabe, monatliches Sparring
Standort: Zürich (8048) · Website: xmd-solutions.ch
XMD Solutions ist die Beratung von Xenia Diener, unabhängige SEO-Spezialistin mit über sieben Jahren Erfahrung. Das Modell ist klar ein Do it with me: In einer Setup-Phase von vier bis sechs Wochen entstehen Analyse und Strategie mit priorisierter Roadmap. In einem Übergabe-Call erfährt das Team, was zu tun ist, warum und in welcher Reihenfolge. Danach begleiten monatliche Sparring-Calls, Video-Reviews und priorisierte Aufgabenlisten die Umsetzung durch das Team.
Stärke: Ein sauber definierter Ablauf mit klarer Übergabe, und das Team spricht immer mit derselben Person.
Zu beachten: KI-Sichtbarkeit wird als Teil moderner SEO-Arbeit behandelt, nicht als eigene Disziplin mit separatem Messkonzept (Stand Oktober 2026).
Passt für: Firmen mit eigenem Marketingteam, die SEO und KI-Sichtbarkeit gemeinsam angehen und eine feste Ansprechperson suchen.
5. SEOX: modulare GEO-Workshops mit Aktionsplan
Standort: Kreuzlingen · Website: seox.ch
SEOX, gegründet und geführt von Baris Gündogdu, bietet GEO- und KI-Workshops in Modulen an: GEO- und LLMO-Grundlagen, KI-Marketing, Prompt Engineering und KI-Tools für Führungskräfte. Ein Workshop dauert je nach Modul zwei bis acht Stunden, ein Ganztages-Workshop typischerweise sechs bis acht. Durchgeführt wird vor Ort in der ganzen Schweiz oder remote, mit Übungen an der eigenen Website, digitalen Unterlagen, Aufzeichnungen und einem Aktionsplan für die Umsetzung. Daneben betreut SEOX Kunden auch laufend in SEO, GEO und LLMO.
Stärke: Flexible Module, die sich auf den Wissensstand des Teams zuschneiden lassen, und die Möglichkeit, später in eine laufende Betreuung zu wechseln.
Zu beachten: Das Workshop-Angebot endet mit einem Aktionsplan; eine strukturierte Begleitphase für die Umsetzung durch das Team ist auf der Workshop-Seite nicht beschrieben (Stand Oktober 2026).
Passt für: Teams, die mit einem kompakten Workshop starten und danach entscheiden wollen, wie viel sie selbst übernehmen.
6. Jannik Lindner: SEO-Sparring für Inhouse-Teams bis zur Übergabe
Standort: Baden (Österreich), remote · Website: jannik-lindner.de
Jannik Lindner positioniert sein Angebot ausdrücklich gegen das klassische Agentur-Retainer-Modell: keine zusätzliche Produktionsschicht, sondern Priorisierung und Einordnung für das Inhouse-Team. Der Ablauf hat drei Phasen: ein Audit von zwei Wochen mit höchstens 15 priorisierten Hebeln, eine Aufbauphase von drei bis sechs Monaten in Zwei-Wochen-Zyklen und eine Übergabe von zwei bis vier Wochen, nach der das Team ohne externe Unterstützung weiterarbeiten soll. Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und im KI-Modus von Google ist fester Teil des Sparrings.
Stärke: Eines der klarsten Do-it-with-me-Modelle im Vergleich, mit fest eingeplanter Übergabe und KI-Sichtbarkeit von Anfang an.
Zu beachten: Das Angebot ist auf komplexe B2B-Entscheidungsprozesse ausgerichtet und setzt ein Team voraus, das bereits operativ arbeitet (Stand Oktober 2026).
Passt für: B2B-Marketingteams im Mittelstand und in grösseren Firmen, die operative Kapazität haben und vor allem Priorisierung brauchen.
7. SMART LEMON: Workshop oder laufende GEO-Beratung
Standort: Köln · Website: smartlemon.de
SMART LEMON bietet beides an: einen KI- und SEO-Workshop zur Weiterbildung rund um AI Visibility, vor Ort, online oder hybrid, und eine laufende GEO-Beratung. Die Arbeit folgt einem eigenen Rahmen, dem LEMON-Framework: Wettbewerbsanalyse in ChatGPT, Inhalte als Anker für Sprachmodelle, technische Grundlagen wie Schema und llms.txt, antwortorientierte Inhalte und laufende Messung über Prompt-Monitoring. Genannte Werkzeuge sind unter anderem Peec AI, SISTRIX, Search Console und Bing Webmaster Tools.
Stärke: Ein nachvollziehbarer Rahmen, den ein Team nach dem Workshop selbst anwenden kann, und bekannte Werkzeuge für die Messung.
Zu beachten: Die Agentur sitzt in Köln; den Workshop gibt es vor Ort, online oder hybrid (Stand Oktober 2026).
Passt für: Teams, die erst lernen und dann entscheiden wollen, ob sie selbst weitermachen oder Teile abgeben.
8. GFU Cyrus AG: GEO-Schulung als Firmenseminar
Standort: Köln, online und inhouse · Website: gfu.net
Die GFU ist ein grosses IT-Schulungsinstitut und bietet eine zweitägige Schulung «GEO – Generative Engine Optimization» an, in Köln, als virtuelles Klassenzimmer, als Einzeltraining oder als Firmenseminar mit angepassten Inhalten. Behandelt werden, wie generative Suchsysteme Inhalte verarbeiten, Content-Optimierung für Sprachmodelle, semantische Relevanz und strukturierte Daten, praktische Übungen sowie Werkzeuge für die GEO-Analyse.
Stärke: Ein strukturierter, ausführlicher Einstieg, der sich als Firmenseminar auf das eigene Team zuschneiden lässt.
Zu beachten: Die GFU ist ein reines Schulungsangebot im Sinne von «Do it yourself»; eine Begleitung der Umsetzung gehört nicht dazu (Stand Oktober 2026).
Passt für: SEO- und Content-Verantwortliche, die eine solide Grundlage suchen und die Umsetzung danach selbst organisieren.
Wie wir ausgewählt haben
Aufgenommen haben wir nur Anbieter, deren Format wir auf ihrer eigenen Website prüfen konnten. Bewertet haben wir nach fünf Kriterien:
- Das Team setzt um: Ist das Angebot ausdrücklich darauf ausgelegt, dass das Team des Kunden die Arbeit macht?
- Begleitung statt nur Schulung: Gibt es nach dem Workshop Reviews, Sparring oder eine Begleitphase?
- KI-Sichtbarkeit als eigene Disziplin: Wird gemessen, ob ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews die Firma nennen?
- Übergabe: Ist ein Ende der Begleitung vorgesehen, nach dem das Team allein weiterarbeitet?
- Bezug zum Schweizer Markt: Kennt der Anbieter Schweizer Quellen, Verzeichnisse und Suchgewohnheiten?
Die Kriterien im Vergleich
| Kriterium | Hierarchy | Akademie für KI | GEO-Kurse | XMD | SEOX | J. Lindner | SMART LEMON | GFU |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Workshop oder Schulung fürs Team | ✓ | ✓ | ✓ | ○ | ✓ | ○ | ✓ | ✓ |
| Begleitung der Umsetzung (Review, Sparring) | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ○ | ✓ | ✓ | ○ |
| Messung der KI-Nennungen ausgewiesen | ✓ | ○ | ○ | ○ | ○ | ✓ | ✓ | ○ |
| Übergabe ans Team ausdrücklich geplant | ✓ | ○ | ○ | ✓ | ○ | ✓ | ○ | ○ |
| Umsetzung durch den Anbieter auf Wunsch | ✓ | ○ | ✓ | ○ | ✓ | ○ | ✓ | ○ |
| Sitz in der Schweiz | ✓ | ✓ | ○ | ✓ | ✓ | ○ | ○ | ○ |
| Eigene Datenstudie zu KI-Empfehlungen | ✓ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
✓ = auf der eigenen Website ausgewiesen · ○ = auf der Website nicht ausgewiesen (Stand Oktober 2026). Ein ○ heisst nicht, dass der Anbieter es nicht kann, nur, dass er es nicht öffentlich beschreibt.
Sieben Fragen fürs Erstgespräch
Ob ein Do-it-with-me-Mandat Ihr Team wirklich selbstständig macht, zeigt sich an diesen Fragen:
- «Was genau macht unser Team, und was machen Sie?» Gute Antwort: eine Aufteilung wie in der Tabelle oben, Aufgabe für Aufgabe. Schwache Antwort: «Das schauen wir dann gemeinsam an.»
- «Woher wissen Sie, welche Quellen in unserer Branche zählen?» Gute Antwort: konkrete Listen, Verzeichnisse und Medien mit Begründung. Schwache Antwort: eine allgemeine Liste von Verzeichnissen.
- «Wie messen wir, ob es wirkt?» Gute Antwort: ein festes Prompt-Set, monatlich wiederholt, mit Nennungen pro Frage, also eine Empfehlungswahrscheinlichkeit statt einer Einzelabfrage.
- «Gehören uns das Prompt-Set, das Reporting und die Vorlagen?» Die Antwort sollte ja lauten, sonst ist die Übergabe nur auf dem Papier geplant.
- «Prüfen Sie unsere Entwürfe, bevor sie live gehen?» Gerade in den ersten Monaten verhindert eine Review, dass das Team Gewohnheiten aufbaut, die später korrigiert werden müssen.
- «Wann ist die Begleitung zu Ende, und woran merken wir, dass wir so weit sind?» Gute Antwort: ein Zeitraum und ein Kriterium, etwa dass das Team die monatliche Messung allein durchführt und auswertet.
- «Was passiert, wenn wir an einer Stelle nicht weiterkommen?» Gute Antwort: Der Anbieter übernimmt diesen Teil oder vermittelt ihn, ohne dass ein neues Projekt aufgesetzt werden muss.
Wie die ersten 90 Tage aussehen
Damit die Zusammenarbeit greifbar wird, ein typischer Ablauf für ein Team mit drei Personen:
- Woche 1 bis 2: Analyse. Wo steht die Firma heute in ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews? Welche Mitbewerber werden genannt, welche Quellen zitiert? Dazu ein Workshop für das ganze Team.
- Woche 3 bis 4: Prompt-Set und Reporting aufsetzen. Das Team ergänzt die Fragen aus dem eigenen Kundenkontakt, die erste Messung bildet den Ausgangswert.
- Monat 2: Startseite und Leistungsseiten umschreiben, Schema ergänzen. Das Team schreibt, die Agentur prüft. Das ist der Teil, der am schnellsten wirkt, weil Assistenten mit Websuche die Seite beim nächsten Abruf neu lesen.
- Monat 3: Drittquellen abarbeiten, zweite Messung, Sparring zu den Ergebnissen. Das Team führt die Messung erstmals selbst durch, die Agentur kontrolliert.
Nach drei Monaten hat das Team die wichtigsten Seiten überarbeitet, kennt die Quellen seiner Branche und misst selbst. Ab dann wird die Begleitung dünner: Sparring auf Abruf statt fester Termine. Welche Seiten KI-Assistenten dabei bevorzugt lesen, ist in Von SEO zu GEO beschrieben.
Fazit
Ein Marketingteam mit drei Personen kann KI-Sichtbarkeit selbst betreuen. Die laufende Arbeit ist lernbar, und sie gehört ohnehin dorthin, wo die Inhalte entstehen. Was ein Team am Anfang braucht, sind drei Dinge, die es nicht selbst mitbringt: das Wissen, welche Quellen in seiner Branche zählen, eine Messung, die zeigt, ob die Arbeit wirkt, und jemanden, der die ersten Entwürfe prüft.
Wer nur einen Einstieg sucht, ist mit einem Workshop gut bedient. Wer danach selbstständig arbeiten will, sollte auf eine Begleitphase und eine geplante Übergabe achten. Einen breiteren Vergleich von Agenturen, die SEO und GEO komplett übernehmen, finden Sie in Die 5 besten SEO-, GEO- & AEO-Agenturen in Zürich; Anbieter für allgemeine KI-Schulungen in Die 5 besten KI-Workshop-Anbieter in Zürich.
Wie Hierarchy das Modell umsetzt, steht auf der Seite SEO & KI-Sichtbarkeit. Wo Ihre Firma heute steht, zeigt der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check.
Häufige Fragen
- Was heisst «Do it with me» bei KI-Sichtbarkeit?
- Die Agentur liefert Strategie, Messung und Wissen, das Marketingteam des Kunden setzt um. Konkret: Die Agentur analysiert die Branche, baut mit dem Team ein Prompt-Set und ein Reporting auf, schult in Workshops und prüft Entwürfe, bevor sie live gehen. Das Team schreibt, publiziert und pflegt Einträge in Drittquellen selbst. Das Ziel ist, dass das Team die Arbeit nach einigen Monaten ohne Agentur weiterführt. Davon zu unterscheiden sind «Done for you» (die Agentur setzt um) und «Do it yourself» (Kurs, danach allein).
- Welche Agenturen bieten KI-Sichtbarkeit als Do it with me an?
- In der Schweiz arbeiten unter anderem Hierarchy (Zürich), die Akademie für KI (Zürich), XMD Solutions (Zürich) und SEOX (Kreuzlingen) mit Formaten, bei denen das Team des Kunden umsetzt. Aus Deutschland und Österreich bieten GEO-Kurse von Christoph Gaul (Workshops online und in Zürich), Jannik Lindner (SEO-Sparring für Inhouse-Teams), SMART LEMON (Köln) und das Schulungsinstitut GFU (Köln) vergleichbare Formate an. Hierarchy ist die einzige der acht mit einer eigenen Datenstudie zu KI-Empfehlungen (Stand Oktober 2026).
- Kann ein dreiköpfiges Marketingteam KI-Sichtbarkeit selbst betreuen?
- Ja, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind: Das Team hat Zugriff auf Website und CMS, es publiziert Inhalte ohnehin selbst, und eine Person kann rund einen halben bis einen Tag pro Woche für das Thema reservieren. Die wiederkehrende Arbeit (Seiten überarbeiten, Einträge in Drittquellen pflegen, monatlich messen) ist gut lernbar. Schwieriger sind die Branchenanalyse am Anfang und die Einordnung der Messergebnisse. Genau diese Teile übernimmt im Do-it-with-me-Modell die Agentur.
- Wie lange dauert es, bis ein Team KI-Sichtbarkeit selbstständig führt?
- Bei den Anbietern in diesem Vergleich liegt die Begleitphase meist bei drei bis sechs Monaten. Die ersten Wochen dienen der Analyse und dem Aufbau von Prompt-Set und Reporting, danach setzt das Team um und die Agentur prüft und berät. Am Ende steht eine Übergabe: Das Team führt die Messung selbst, die Agentur bleibt höchstens als Sparringpartner auf Abruf.
- Reicht ein GEO-Workshop, damit unser Team selbst weitermachen kann?
- Für den Einstieg ja, für den Dauerbetrieb meist nicht. Ein Workshop vermittelt, wie KI-Assistenten Quellen auswählen und was eine zitierfähige Seite ausmacht. Was danach fehlt, ist die Rückkopplung: Wirkt die Änderung, welche Quellen zählen in unserer Branche, was machen wir als Nächstes? Deshalb kombinieren die meisten Anbieter den Workshop mit einer Begleitphase, Sparring-Terminen oder einer Review von Entwürfen.
