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    Ein KMU ohne Marketingteam braucht keinen Marketingplan mit zwanzig Kanälen, sondern einen Partner, der die wenigen wirksamen Dinge zuverlässig erledigt: eine Website, die klar sagt, was Sie für wen tun, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, Sichtbarkeit bei Google und in KI-Antworten und eine Messung, die Anfragen zählt statt Likes. Fast alles davon lässt sich auslagern. Was im Haus bleiben muss, sind Entscheidungen, Freigaben und Ihr Fachwissen, und dafür reichen meist ein bis zwei Stunden pro Monat.

    Die Ausgangslage kennen viele Inhaberinnen und Geschäftsführer: Das Geschäft läuft über Empfehlungen, die Website ist ein paar Jahre alt, das Google-Profil hat jemand einmal angelegt, und Marketing passiert, wenn gerade Zeit ist. Also selten. Gleichzeitig fragen immer mehr Kunden zuerst ChatGPT, Gemini oder den KI-Modus von Google nach einem Anbieter und bekommen eine kurze Liste von Namen. Wer darauf fehlt, wird gar nicht erst angefragt.

    Dieser Beitrag zeigt, was ein KMU ohne eigenes Marketing wirklich braucht, was sich auslagern lässt, welche Modelle es gibt und wie Sie einen Partner mit wenig Zeit steuern. Wie Sie danach eine konkrete Agentur auswählen, steht in Marketing-Agentur auswählen.

    Was ein KMU ohne Marketingteam wirklich braucht

    Für die meisten kleinen Unternehmen entscheiden sich neue Anfragen an wenigen Stellen. In dieser Reihenfolge lohnt sich die Arbeit meistens:

    1. Eine Website, die in den ersten Absätzen antwortet: Wer sind Sie, was bieten Sie, für wen, wo und ungefähr zu welchem Preis? Genau diese Sätze lesen Kunden zuerst, und genau aus solchen Sätzen formulieren KI-Assistenten ihre Beschreibung Ihrer Firma.
    2. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil: richtige Kategorien, Öffnungszeiten, Fotos, Leistungen und laufend neue Bewertungen. Für lokale Anbieter ist das oft der erste Kontakt überhaupt.
    3. SEO für Ihre Kernleistungen: eine eigene Seite pro Leistung, die bei Google für die Begriffe gefunden wird, nach denen Ihre Kunden suchen.
    4. KI-Sichtbarkeit: In unserer Studie mit 1'515 ausgewerteten KI-Antworten kamen 58 Prozent der Nennungen nicht von der Website der genannten Firma, sondern aus Drittquellen oder aus dem Gedächtnis der Modelle. Einträge in Verzeichnissen, Bestenlisten und Fachportalen gehören deshalb dazu. Wie Assistenten Firmen auswählen, steht in Wie werde ich bei ChatGPT empfohlen?.
    5. Anzeigen dort, wo Nachfrage schon besteht: zum Beispiel Google Ads auf Suchbegriffe, bei denen Kunden bereits einen Anbieter suchen. Sinnvoll, wenn Sie schnell Anfragen brauchen oder die organische Sichtbarkeit noch fehlt.
    6. Ein einfacher Kanal zu Bestandskunden: ein Newsletter oder ein regelmässiges Mailing, damit bestehende Kunden wiederkommen und weiterempfehlen.
    7. Messung von Anfragen: Formulare, Anrufe und E-Mails zählen und wissen, woher sie kommen. Ohne diese Zahl lässt sich nichts steuern.

    Nicht alles muss gleichzeitig passieren. Ein guter Partner sagt Ihnen, welche zwei oder drei Punkte bei Ihnen zuerst wirken, statt alle sieben gleichzeitig zu verkaufen.

    Was Sie auslagern können und was im Haus bleibt

    Zwei Spalten. Links, was bei Ihnen bleibt, rund ein bis zwei Stunden pro Monat: Ziele und Budget, Freigaben, Fachwissen über Ihre Leistungen, Kundenkontakte für Bewertungen und Referenzen. Rechts, was der Partner übernimmt: Website und Leistungsseiten, SEO-Inhalte, Google-Unternehmensprofil, KI-Sichtbarkeit und Drittquellen, Anzeigen, Newsletter, Messung und Reporting
    Die Umsetzung lässt sich fast vollständig auslagern. Entscheidungen, Freigaben und Fachwissen bleiben in der Firma.
    AufgabeAuslagern?Was Sie beitragen
    Website und LeistungsseitenjaFakten zu Leistungen und Preisen, Freigabe
    SEO-InhaltejaFachwissen in einem kurzen Gespräch, Freigabe
    Google-UnternehmensprofiljaFotos, Rückmeldung zu heiklen Bewertungen
    Bewertungen sammelnteilweiseKunden darum bitten, der Partner liefert Vorlagen und Links
    KI-Sichtbarkeit und DrittquellenjaFreigabe von Einträgen und Profilen
    AnzeigenjaBudget, Angebot, Rückmeldung zur Qualität der Anfragen
    NewsletterjaThemenideen, Kundenliste, Freigabe
    Kundengeschichten und ReferenzenteilweiseKontakte und Einverständnis der Kunden
    Ziele, Budget, PrioritätenneinEntscheidungen

    Entscheidend ist eine feste interne Ansprechperson. Das muss keine Marketingfachperson sein, oft ist es die Geschäftsführerin selbst oder jemand aus der Administration. Sie braucht rund ein bis zwei Stunden pro Monat und das Mandat, Texte freizugeben. Fehlt diese Person, wartet jede Freigabe wochenlang, und der Partner arbeitet im Leeren.

    Vier Modelle im Vergleich

    Wer Marketing auslagern will, landet meist bei einem von vier Modellen:

    FreelancerAgentur mit Retainer oder FlatrateDone-for-you-PaketTeilzeit-Marketingleitung
    Was Sie bekommenEine Person für einen oder wenige KanäleEin Team für einen vereinbarten Umfang, monatlich abgerechnetEin Paket mit festem Lieferumfang, Umsetzung komplett beim PartnerEine erfahrene Person, die einige Tage pro Monat die Marketingleitung übernimmt
    StärkenDirekter Kontakt, flexibel, oft günstigMehrere Disziplinen, Vertretung bei AusfällenKlarer Umfang, wenig Koordination für SieStrategie und Steuerung im Haus, koordiniert weitere Dienstleister
    GrenzenSelten alle Kanäle, Ausfallrisiko, Koordination bleibt bei IhnenUmfang muss klar definiert sein, sonst wird jede Zusatzarbeit verrechnetPasst nur, wenn das Paket zu Ihren Zielen passtSetzt meist nicht selbst um, braucht zusätzlich Umsetzer
    Passt, wennEin Kanal im Vordergrund steht und Sie den Überblick behaltenMehrere Kanäle laufend betreut werden sollenSie möglichst wenig Aufwand wollen und die Prioritäten klar sindEin grösseres Budget mehrere Dienstleister umfasst

    Die Grenzen zwischen den Modellen sind fliessend. Viele Agenturen bieten Pakete an, manche Freelancer arbeiten im Verbund. Die entscheidende Frage ist nicht das Etikett, sondern: Wer trägt die Gesamtverantwortung, und wer koordiniert, wenn mehrere Kanäle zusammenspielen? Ohne eigenes Team sollte die Antwort nicht «Sie» lauten.

    Marketing-Flatrate: worauf Sie achten sollten

    «Marketing-Flatrate» klingt nach Rundum-sorglos zum Fixpreis. Gemeint ist meist ein fester Monatspreis für einen definierten Umfang. Das kann gut funktionieren, wenn diese Punkte schriftlich geklärt sind:

    • Umfang: Wie viele Inhalte, welche Kanäle, wie viele Stunden oder Meetings pro Monat? Was gilt als Zusatzaufwand?
    • Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist: Wie lange sind Sie gebunden, und was passiert bei einer Kündigung mit laufenden Arbeiten?
    • Werbebudget: Ist das Budget für Google Ads oder Meta im Preis enthalten oder kommt es dazu? Wird es direkt an die Plattform bezahlt?
    • Konten: Google Ads, Google Analytics, Google-Unternehmensprofil, Domain, Website und Newsletter-Tool sollten auf Ihre Firma laufen. Der Partner bekommt Zugriff, nicht das Eigentum.
    • Inhalte und Daten: Gehören Texte, Bilder, Kampagnen und Auswertungen Ihnen, auch nach Vertragsende?
    • Reporting: Welche Kennzahlen kommen monatlich, und wird über Anfragen berichtet oder nur über Reichweite?
    • Übergabe: Was bekommen Sie, wenn die Zusammenarbeit endet? Zugänge, Dateien, Dokumentation?

    Diese Punkte sind keine Misstrauensfrage, sondern Hygiene. Ein seriöser Partner beantwortet sie im Erstgespräch ohne Zögern.

    So steuern Sie einen Partner mit wenig Zeit

    Wer kein Marketingteam hat, hat auch keine Zeit für lange Berichte. Diese fünf Regeln halten den Aufwand klein:

    1. Ein Ziel, wenige Kennzahlen: Anzahl Anfragen, Kosten pro Anfrage, Sichtbarkeit bei Google und in KI-Antworten. Likes, Impressionen und Follower sind Nebenwerte, keine Ziele.
    2. Ein Bericht auf einer Seite, ein kurzer Termin pro Monat: Was wurde gemacht, was hat es gebracht, was kommt als Nächstes? Mehr braucht es nicht.
    3. Klare Freigaberegeln: Was darf der Partner ohne Rückfrage ändern (zum Beispiel Tippfehler, Fotos, Öffnungszeiten), was braucht Ihre Freigabe (neue Seiten, Preise, Kampagnen)?
    4. Fragen, woher Kunden kommen: Ein Feld im Kontaktformular oder eine Frage am Telefon: «Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?» Nehmen Sie «ChatGPT oder ein anderer KI-Assistent» als Antwortoption auf. Viele dieser Kontakte tauchen sonst in keiner Statistik auf.
    5. Prioritäten pro Quartal: Einmal im Quartal entscheiden Sie gemeinsam, worauf die nächsten drei Monate gehen. Dazwischen arbeitet der Partner.

    Wie Sie KI-Sichtbarkeit konkret messen und wie ein Reporting für die Geschäftsleitung aussieht, steht in KI-Sichtbarkeit messen.

    Die ersten 90 Tage

    Ein realistischer Start sieht ungefähr so aus:

    • Monat 1, Bestandsaufnahme und Grundlagen: Website, Google-Profil, Verzeichnisse und KI-Sichtbarkeit prüfen. Konten auf Ihre Firma umstellen, Tracking für Anfragen einrichten. Ein ausführliches Gespräch, in dem der Partner Ihre Leistungen, Kunden und Ziele kennenlernt. Danach ein Fragenkatalog, an dem die KI-Sichtbarkeit künftig gemessen wird.
    • Monat 2, die wirksamsten Seiten: Startseite und Leistungsseiten umschreiben, Google-Unternehmensprofil vervollständigen, wichtige Verzeichnisse eintragen, erste Inhalte publizieren. Bei Bedarf eine erste Kampagne auf Suchbegriffe mit klarer Kaufabsicht.
    • Monat 3, erste Messung und Plan: Was hat sich bei Anfragen, bei Google und in den KI-Antworten bewegt? Daraus entsteht der Plan fürs nächste Quartal.

    Zur Erwartung: KI-Assistenten mit Websuche lesen eine überarbeitete Seite beim nächsten Abruf neu, Veränderungen in ihren Antworten sind deshalb oft innert Wochen sichtbar. Bei Google dauert es für umkämpfte Begriffe meist Monate. Nennungen aus dem Gedächtnis der Modelle brauchen am längsten.

    Done for you oder Do it with me?

    Für Firmen ohne Marketingteam ist Done for you das passende Modell: Der Partner setzt um, Sie geben frei. Das Gegenstück ist Do it with me, bei dem eine Agentur Strategie, Schulung und Reviews liefert und das eigene Marketingteam umsetzt. Das lohnt sich erst, wenn intern zwei bis fünf Personen Inhalte ohnehin selbst publizieren. Welche Anbieter so arbeiten und wie die Arbeitsteilung aussieht, steht in KI-Sichtbarkeit selbst betreuen.

    Die beiden Modelle schliessen sich nicht aus. Wer später eine Marketingperson einstellt, kann von Done for you zu Do it with me wechseln, und die Arbeit der ersten Monate bleibt die Grundlage.

    Wie Hierarchy das macht

    Hierarchy ist eine Full-Funnel-Marketing- und KI-Agentur in Zürich, spezialisiert auf SEO, GEO und Paid Ads. Uns gibt es seit über zehn Jahren, und wir sind ein Team von vier Personen, in dem Marketing und Engineering zusammensitzen. Für Firmen ohne eigenes Marketing arbeiten wir im Modell Done for you:

    • Basis, ab CHF 900 pro Monat: 1 bis 2 SEO-Inhalte pro Monat, technische Optimierung, KI-Sichtbarkeits-Monitoring mit kompaktem Prompt-Set, monatliches Reporting mit klaren Prioritäten und zwei Meetings pro Monat.
    • Wachstum, ab CHF 1'500 pro Monat: zusätzlich mehr Inhalte, ein erweitertes Prompt-Set, ein Wettbewerbs-Benchmark und GEO-Massnahmen in Drittquellen.
    • Sorglos, individuell: komplett done for you. Wir übernehmen alles und optimieren laufend weiter, Sie geben nur frei.

    Alle Preise exkl. MWST und ohne externe Media- oder Platzierungskosten. Details stehen auf der Seite unserer SEO-Agentur. Anzeigen auf Google, Meta, TikTok und in ChatGPT betreuen wir über Paid Ads & Growth Marketing, das Zusammenspiel aller Kanäle beschreibt die Seite Marketing-Agentur Zürich. Einen Überblick über weitere Agenturen in Zürich gibt Die 5 besten Marketing-Agenturen in Zürich.

    Fazit

    Marketing ohne eigenes Team funktioniert, wenn drei Dinge stimmen: ein Partner, der selbst umsetzt und die Gesamtverantwortung trägt, eine interne Ansprechperson mit ein bis zwei Stunden pro Monat und wenige Kennzahlen, die Anfragen zählen. Klären Sie vor dem Start, was genau im Preis enthalten ist und wem Konten, Daten und Inhalte gehören. Dann bleibt Ihr Aufwand klein, und die Arbeit wird trotzdem gemacht.

    Wo Ihre Firma heute steht, zeigt der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check: Er prüft, ob ChatGPT, Gemini und Claude Ihre Firma nennen und welche Mitbewerber stattdessen auftauchen.

    Tenzin Langdun

    Über den Autor

    Mitgründer von Hierarchy · SEO-, GEO- & KI-Experte

    Tenzin Langdun ist Mitgründer von Hierarchy und leitet dort SEO und GEO: die Sichtbarkeit von Firmen in Google, in Googles KI-Antworten und in Assistenten wie ChatGPT, Gemini und Claude. Er verantwortet auch die hauseigenen Datenstudien, darunter die KI-Sichtbarkeits-Studie Zürich mit 1'515 KI-Antworten zu 5'110 Firmen. Er bringt über 10 Jahre Marketingerfahrung in Strategie, Paid Acquisition und SEO mit und war bei KPMG, EY, Siemens, Adnovum und LGT tätig, in KI, Cybersecurity, Audit und Consulting sowie im Software Engineering für die Versicherungsbranche und für den Banken- und Finanzsektor. Er hat einen BSc der ZHAW und einen MSc in Artificial Intelligence der University of Bath. Seine Forschung zur KI-gestützten Erkennung von Schilddrüsenkrebs ist 2024 in Scientific Reports (Nature Portfolio) erschienen und wurde mit dem Siemens Excellence Award 2024 und dem Lab Sciences Award 2024 der ZHAW ausgezeichnet.