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Wer heute in der Schweiz «Velohelm kaufen» oder «nachhaltige Bettwäsche» googelt, sieht zuerst Produkte: Bilder, Preise in Franken, Sterne, Händler. Wer dieselbe Frage Google AI Mode stellt, bekommt eine Beratung mit Modellempfehlungen, und die verlinkten Produkte stammen fast immer aus Googles Produktdaten, nicht von Websites. Wir haben 15 typische Shopping-Suchen aus Zürich ausgewertet. Dieser Beitrag zeigt, was wir gefunden haben, warum E-Commerce-SEO und GEO 2026 vor allem eine Frage der Produktdaten sind und was ein Shopify-Shop konkret braucht, um in Google, Google AI Mode und ChatGPT gefunden zu werden.
Unsere Messung: 15 Shopping-Suchen aus Zürich
Am 31. Oktober 2026 haben wir 15 Suchen, wie sie Kundinnen und Kunden in der Schweiz stellen, mit Standort Zürich an die Google-Suche und an Google AI Mode geschickt. Die Auswahl deckt typische Sortimente ab: Velo und E-Bike, Velohelm, Bettwäsche, Kaffeevollautomat, Laufschuhe, Wanderschuhe, Naturkosmetik, Hundefutter, Bürostuhl, Wein als Geschenk, Kinderwagen, Matratze, Skijacke, Proteinpulver und Uhren.
| Was wir gemessen haben | Ergebnis |
|---|---|
| Suchen mit Produktblock «Beliebte Produkte» | 15 von 15 |
| Suchen mit KI-Übersicht (AI Overview) | 1 von 15 |
| AI-Mode-Antworten, die sich auf Google-Produkteinträge stützen | 14 von 15 |
| AI-Mode-Antworten, die eine Website als Quelle nennen | 1 von 15 |
| Produktkacheln im Produktblock insgesamt | 632 |
| davon mit Sternebewertung | 418, also zwei Drittel |
Drei Dinge fallen auf.
Erstens: Bei Shopping-Suchen sind Produkte die erste Antwort. Alle 15 Suchen zeigten einen Produktblock mit Bild, Preis, Händler und oft Sternen. Diese Kacheln stammen aus dem Google Merchant Center, nicht aus den klassischen Suchergebnissen.
Zweitens: Googles KI-Übersicht spielt hier kaum eine Rolle. Nur bei «Kinderwagen test schweiz» erschien eine KI-Übersicht. Das passt zu unserer Messung zu Google AI Overviews in der Schweiz: KI-Übersichten erscheinen vor allem bei Fragen, kaum bei Suchen nach einem Anbieter. Shopping-Suchen verhalten sich wie Anbietersuchen.
Drittens: Google AI Mode berät mit Produktdaten. Auf «Wanderschuhe Damen wasserdicht Empfehlung» antwortete AI Mode mit einer Tabelle aus drei Modellen, Einsatzbereich, Merkmalen wie Gore-Tex-Membran oder Vibram-Sohle und einer Preisspanne in Franken. Jedes Modell war mit seinem Produkteintrag bei Google verlinkt. In 14 von 15 Antworten stützte sich AI Mode auf solche Produkteinträge, nur eine einzige Antwort nannte eine klassische Website als Quelle. Bei lokalen Dienstleistern stützt sich AI Mode auf Google Maps, wie unsere Auswertung von 100 Fragen an Google AI Mode zeigte. Bei Produkten ist es das Gegenstück: Googles Produktdaten.
Im Produktblock dominieren die grossen Händler. Decathlon erschien in unseren 15 Suchen auf 47 Kacheln, Galaxus auf 45. Daneben tauchten aber auch spezialisierte Schweizer Shops auf, etwa Lehner, Zubi oder Perroulaz Nutrition. Die Plätze gehören nicht nur den Grossen. Wer mitspielen will, braucht einen freigegebenen Produktfeed.
Wie ChatGPT Produkte empfiehlt
ChatGPT funktioniert anders als Google. OpenAI legt die Gewichtung nicht offen, bekannt ist aber, dass ChatGPT bei Produkten strukturierte Daten von Händlern und Drittanbietern, Preise, Beschreibungen und Bewertungen nutzt und Händler über einen Produktfeed eigene Daten liefern können. Seit März 2026 konzentriert sich OpenAI bei Shopping auf die Produktsuche, gekauft wird im Shop. Für Shopify-Händler kommen die Daten zudem über den Shopify Catalog, mehr dazu in Agentic Commerce: Was Schweizer Onlineshops jetzt wissen müssen.
Zwei Studien helfen bei der Einordnung:
- Eine Analyse von BrightEdge zur US-Weihnachtssaison 2025 fand bei Shopping-Fragen, dass Händler-Websites rund 36 Prozent der Quellen von ChatGPT ausmachten, aber nur rund 4 Prozent der Quellen in Googles KI-Übersichten. Google zitierte stattdessen vor allem YouTube, Reddit und Foren.
- Eine Studie vom September 2026 mit über 2'500 kommerziellen Fragen fand, dass ChatGPT und Gemini im Schnitt nur 5,4 Prozent derselben Domains zitierten und dass Empfehlungen bei identischen, wiederholten Fragen wechselten.
Für Ihren Shop heisst das: Es gibt nicht eine KI-Sichtbarkeit, sondern mehrere. Google stützt sich stark auf Produktdaten, ChatGPT liest eher Shop-Seiten und Quellen über Ihre Produkte. Wer nur eine Seite bedient, fehlt auf der anderen.
SEO für Onlineshops: die drei Ebenen von SEO und GEO
Aus der Messung und den Anforderungen der Plattformen ergeben sich drei Ebenen, die zusammen funktionieren müssen.
1. Produktdaten und Feeds
Das ist die Ebene, die Google bei Shopping-Suchen am stärksten nutzt.
- Google Merchant Center freigegeben, mit vollständigem Feed: Titel, Beschreibung, Bilder, Preis, Verfügbarkeit, GTIN, Marke, Kategorie, Versand und Rückgabe.
- Produkttitel, die Suchbegriffe tragen. Nicht «Montaro III», sondern «Giro Montaro MIPS III Velohelm, Mattschwarz, Grösse M». Marke, Modell, Produktart, wichtigste Eigenschaft, Variante.
- Die neuen Attribute für KI-Gespräche. Google Merchant Center bietet freiwillige Attribute für Fragen und Antworten zum Produkt, Links zu Anleitungen und Datenblättern, passendes Zubehör, Variantenbezeichnungen und Beliebtheit. Sie ändern nichts an der Freigabe, geben AI Mode aber genau das Material für eine Beratung.
- Bewertungen im Feed und auf der Seite. Zwei Drittel der Kacheln in unserer Messung zeigten Sterne. Ein Produkt ohne Sterne wirkt daneben schwächer.
- Dieselben Daten überall. Preis, Bestand und Versand im Feed müssen exakt der Produktseite entsprechen, sonst lehnt das Merchant Center Produkte ab.
Wie ein Katalog entsteht, in dem diese Felder nicht von Hand gepflegt werden, beschreiben wir in Shopify-Produkte automatisch anlegen.
2. Shopify SEO: die technischen Grundlagen
Shopify nimmt Ihnen viel ab, aber nicht alles.
- Doppelte Produkt-URLs. Viele Themes verlinken Produkte innerhalb einer Kollektion als
/collections/velohelme/products/giro-montaro. Der Canonical zeigt auf/products/giro-montaro, die interne Verlinkung sollte das auch tun. Google empfiehlt, überall dieselbe URL-Form zu verwenden: in Links, Sitemap und Canonical. - Filter-URLs steuern. Filter erzeugen schnell Tausende URL-Varianten. Google nennt die robots.txt als wirksamstes Mittel, wenn gefilterte Seiten nicht in den Index sollen. In Shopify lässt sich die robots.txt über die Vorlage
robots.txt.liquidanpassen, ohne die Standardregeln zu verlieren. Ausnahmen sind Filterseiten, für die es echte Suchnachfrage gibt, etwa «Velohelm mit MIPS»: Diese bekommen besser eine eigene Kollektion. - Paginierung. Seite 2 einer Kollektion nicht per Canonical auf Seite 1 verweisen lassen. Google rät ausdrücklich davon ab.
- Varianten mit eigener URL. Google empfiehlt, dass jede Variante über eine eigene URL erreichbar ist. Shopify macht das über den Parameter
?variant=, der Canonical bleibt beim Produkt. - Strukturierte Daten vervollständigen. Product mit Offer, GTIN, Marke, SKU, Bewertungen und Produktgruppe für Varianten. Versand- und Rückgaberegeln empfiehlt Google inzwischen zentral auf Ebene der Organisation, mit Angaben auf Produktebene nur als Ausnahme. Viele Themes liefern das nicht vollständig.
- Sprachen und Märkte. Shopify Markets erzeugt hreflang-Tags automatisch aus Ihren Markt- und Spracheinstellungen. Für die Schweiz mit Deutsch, Französisch und Italienisch sollten alle Sprachversionen vollständig übersetzt sein, inklusive Metafeldern, SEO-Titeln und Alt-Texten.
- KI-Crawler nicht aussperren. Prüfen Sie, ob Ihre robots.txt oder eine Bot-Schutz-Einstellung bei Cloudflare oder einem anderen Anbieter die Crawler von OpenAI, Google und anderen blockiert. Wer sie aussperrt, kann in deren Antworten nicht mit eigenen Seiten vorkommen.
3. Inhalte und Erwähnungen ausserhalb des Shops
Diese Ebene entscheidet vor allem bei ChatGPT und bei allen Fragen, die über «kaufen» hinausgehen.
- Kollektionsseiten mit Beratung. Ein Einleitungstext über den Produkten und ein Beratungsteil darunter.
- Produktseiten, die Fragen beantworten. Nicht nur Daten, sondern für wen, wofür, wie es ausfällt, was im Lieferumfang ist.
- Ratgeber für Kaufentscheidungen. Seiten, die die Fragen beantworten, die Kundinnen einem Assistenten stellen.
- Erwähnungen ausserhalb des Shops. Testberichte, Vergleichsartikel, Fachmagazine, Foren und Bewertungsplattformen. Google zitierte bei Shopping-Fragen laut BrightEdge vor allem solche Quellen, und auch ChatGPT liest sie. Wie man seriös in diese Quellen kommt, steht in Digital PR für KI-Sichtbarkeit.
Konkrete Beispiele: So sehen gute Shopify-Seiten aus
Am Beispiel eines Schweizer Velozubehör-Shops:
Kollektionsseite «Velohelme»
- Seitentitel: «Velohelm kaufen: Helme für Stadt, Rennvelo und MTB | Shopname»
- Über den Produkten zwei, drei Sätze: welche Helme es hier gibt, für wen, mit Versand in der Schweiz und Rückgabe in 30 Tagen.
- Filter nach Einsatz, Grösse, MIPS, Gewicht, Preis. Gefilterte URLs nicht im Index, ausser bei echter Nachfrage.
- Unter den Produkten ein Beratungsteil: Wie finde ich die richtige Grösse? Was bringt MIPS? Welcher Helm für E-Bikes bis 45 km/h? Wie oft sollte man einen Helm ersetzen?
- Links zu Unterkollektionen wie «E-Bike-Helme» und zum Ratgeber «Welcher Velohelm für den Arbeitsweg?».
Produktseite «Giro Montaro MIPS III»
- Titel und H1 mit Marke, Modell und Produktart.
- Ein eigener Text statt der Herstellerbeschreibung: für welche Touren, wie er sitzt, wie er sich im Vergleich zum Vorgänger trägt.
- Alle Daten als Attribute: Gewicht, Grössen mit Kopfumfang, Belüftungsöffnungen, Normen, Lieferumfang.
- Ein kurzer Block mit Fragen und Antworten, dieselben Fragen auch im Merchant-Center-Feed.
- Bewertungen sichtbar und strukturiert.
Ratgeber «Welcher Velohelm für den Arbeitsweg in Zürich?»
- Beantwortet die Frage direkt im ersten Absatz.
- Vergleicht drei Helmtypen mit Vor- und Nachteilen, nennt konkrete Modelle aus dem Sortiment mit Links.
- Geht auf Schweizer Besonderheiten ein: Regeln für schnelle E-Bikes, Winter, Licht am Helm.
- Genau so eine Seite zitieren KI-Assistenten, wenn jemand eine Beratungsfrage stellt, und sie führt direkt zur Kollektion.
Wie Sie Ihre Sichtbarkeit messen
- Google Merchant Center: Klicks und Impressionen aus kostenlosen Produkteinträgen, abgelehnte Produkte, Hinweise zu fehlenden Attributen.
- Google Search Console: Rankings und Klicks für Kollektionen, Produkte und Ratgeber.
- Analytics: Besuche und Umsatz aus chatgpt.com, perplexity.ai, gemini.google.com und copilot.microsoft.com, sauber als eigener Kanal erfasst. Shopify zeigt Bestellungen aus KI-Kanälen der Agentic Storefronts mit eigener Zuordnung im Admin.
- Feste Fragen an die KI-Assistenten: Zehn bis zwanzig Fragen, die Ihre Kundschaft stellt, regelmässig und mehrfach an ChatGPT, Gemini, Perplexity und Google AI Mode. Wird Ihr Shop genannt, welche Produkte, welche Quellen? Wie wir das aufsetzen, steht in KI-Sichtbarkeit messen.
Wie Hierarchy Ihren Shopify-Shop sichtbar macht
Bei Hierarchy sitzen Shopify-Entwicklung, SEO und GEO im selben Team. Deshalb bauen wir Sichtbarkeit nicht nachträglich auf einen Shop, sondern in ihn hinein.
- Neuer Shop oder Migration: Als Shopify-Agentur aus Zürich bauen wir Shops mit vollständigen Produktdaten, sauberer Technik und einem vom Google Merchant Center freigegebenen Katalog. Bei einem Umzug von Magento, WooCommerce oder Shopware nehmen wir Ihre Rankings mit, wie in Zu Shopify wechseln beschrieben.
- Bestehender Shop: Unsere SEO-Agentur arbeitet an Technik, Kollektionen, Produktseiten und Ratgebern. Als GEO-Agentur sorgen wir dafür, dass Ihre Produkte in ChatGPT, Gemini und Perplexity genannt werden, und messen das mit festen Fragen.
- Shopping-Anzeigen und Performance Max setzen wir auf denselben Produktdaten auf.
In Kürze
Bei Shopping-Suchen in der Schweiz sind Produkte die erste Antwort, und Google AI Mode berät mit Googles Produktdaten. ChatGPT liest dagegen stärker Shop-Seiten und Quellen über Ihre Produkte. SEO und GEO für einen Shopify-Shop heisst deshalb dreierlei: vollständige, einheitliche Produktdaten im Merchant Center und im Shopify Catalog, eine technisch saubere Shop-Struktur und Inhalte und Erwähnungen, die echte Kaufberatung bieten.
Sie wollen wissen, wo Ihr Shop in Google, AI Mode und ChatGPT heute steht? Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch. Wir zeigen Ihnen, bei welchen Fragen Ihre Produkte fehlen und was sich am schnellsten ändern lässt.
